GABA

Alpha-Liponsäure

Beta-Carotin

Bromelain

Cholin

Coenzym Q10

Eisen

Jod

Kalium

L-Alanin

L-Arginin

L-Asparagin

L-Citrullin

L-Cystein

L-Glutamin

L-Histidin

L-Isoleucin

L-Leucin

L-Lysin

L-Methionin

L-Ornithin

L-Phenylalanin

L-Prolin

L-Serin

L-Threonin

L-Tryptophan

L-Tyrosin

L-Valin

Selen

Vit A – Retinol

Vit B15 – Pangamsäure

Vit B5 – Pantothensäure

Vit B7 – Biotin

Vit D – Cholecalciferol

Vit E – Tocotrienole

Vit K2

L-Carnitin

Glutathion

Lutein

BCAA

Calcium

L-Theanin

Magnesium

Vitamin B10 – PABA

Vit B1 – Thiamin

Vit B12 – Methylcobalamin

Vit B2 – Riboflavin

Vit B3 – Nicotinamid

Vit B6 – Pyridoxin HCL

Vit B9 – Folsäure

Vit C

Chrompicolinat

Kreatin

Ribose

Inositol

Kupfer

Mangan

Zink

 

GABA

Synonym: γ-Aminobuttersäure, Piperidinsäure

Nährstoffgruppe: nicht-proteinogene Aminosäure, neurotrope Wirkstoffe

Vorkommen in der Nahrung: Brauner Reis, Spinat, Keimlinge und Sprossen

Kurzinfo: Fördert Ausgeglichenheit und Entspannung
Unterstützt den Muskelaufbau

Wirkung/Physiologische Effekte: GABA ist ein hemmender Neurotransmitter und wird in der Bauchspeicheldrüse und im Gehirn gebildet. Einerseits regelt es den Insulinausstoß, andererseits dämpft es die Erregbarkeit der Nervenzellen. Zusätzlich beeinflusst GABA die Bildung von Wachstumshormonen und hilft dadurch beim Muskelaufbau.
GABA fördert vor allem Ausgeglichenheit und natürliches Wohlbefinden. Durch die beruhigende Wirkung auf die Nervenzellen entspannen sich auch die Muskeln und das Ein- und Durchschlafen kann erleichtert werden. Außerdem zeigten sich in wissenschaftlichen Studien positive Effekte bei Angststörungen.

Mögliche Mangelsymptome: Schlafstörungen, rasender Puls, erhöhtes Stressempfinden, innere Unruhe, Konzentrationsprobleme

Interaktionen mit anderen Nährstoffen: Glutaminsäure ist für die körpereigene Synthese obligat.

Nebenwirkungen:
Selten: temporärer Anstieg der Herzfrequenz, Kurzatmigkeit

 

 

A-LIPONSÄURE

Synonym: Thioctsäure

Nährstoffgruppe: Vitaminoide, Fettsäuren

Vorkommen in der Nahrung: Leber, Herz, Niere, Spinat, Brokkoli, Tomaten, Hefe

Kurzinfo: Schützt die Leber
Unterstützt die Entgiftung und Schwermetallausleitung
Hat einen positiven Einfluss auf den Glukosestoffwechsel

Wirkung/Physiologische Effekte: a-Liponsäure ist eine körpereigene, schwefelhaltige Fettsäure. Als Coenzym ist sie Bestandteil vieler enzymatischer Reaktionen. Sie stellt ein essenzielles Bindeglied im Glukosestoffwechsel dar und ist somit direkt an der Energiegewinnung der Zelle beteiligt.
Sie schützt die Zellmembranen vor freien Radikalen und fördert den Glukosetransport in Muskel- und Nervenzellen. Somit kann sie zur Vorbeugung von degenerativen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer eingesetzt werden.

Unter normalen Umständen ist im Körper immer ausreichend a-Liponsäure vorhanden. Ein erhöhter Bedarf besteht bei oxidativer Belastung, wie Rauchen oder Sport, oder bei Grunderkrankungen wie Diabetes Mellitus. Ihre entzündungshemmenden Eigenschaften unterstützen die Leber. Darüber hinaus kann sie prooxidative Metalle binden, was die Schwermetallausleitung über die Niere fördert.

Interaktionen mit anderen Nährstoffen: Durch ihre einzigartige Fähigkeit, bereits verbrauchte Antioxidantien im Körper zu reaktivieren, wirkt die a-Liponsäure dem Alterungsprozess natürlich entgegen. Coenzym Q10 unterstützt die Wirksamkeit von a-Liponsäure und umgekehrt.

Mögliche Mangelsymptome: Laktat- und Pyrovatanstieg
Bei Diabetikern: Hyperglykämische Polyneuropathien, Angiopathien und Nephropathien

Nebenwirkungen:
Selten: allergische Hautreaktionen, gastrointestinale Beschwerden
Bei Diabetikern: Hypoglykäme durch verbesserte Glukoseverwertung

 

 

BOR

Synonym: Borsäure

Nährstoffgruppe: Mineralstoffe, Spurenelemente

Vorkommen in der Nahrung: Rosinen, Nüsse, Avokado

Kurzinfo: Unterstützt die natürliche Knochendichte
Unterstützt den Mineralstoffwechsel
Hat entzündungshemmende Eigenschaften

Wirkung/Physiologische Effekte: Bor ist ein Halbmetall und ein struktureller Baustein pflanzlicher Zellwände. Im Körper spielt es eine essenzielle Rolle beim Knochenstoffwechsel, indem es Calcium, Magnesium, Phosphor und Vitamin D vor Ausschwemmung schützt. Bei der Hormonsynthese ist Bor ein Co-Faktor zur Bildung von Steroidhormonen und schützt diese vor vorzeitigem Abbau.

Studien zufolge scheint eine erhöhte orale Boraufnahme die Wahrscheinlichkeit zu senken, Prostatakarzinome zu entwickeln. Wegen des Schutzes vor Mineralstoffverlust sowie seines positiven Einflusses auf den Hormonhaushalt wird Bor therapiebegleitend bei Osteoporose und Arthritis eingesetzt. Auch Frauen in den Wechseljahren können von erhöhter Borzufuhr profitieren.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Calcium, Magnesium und Phosphor können die Borresorption beeinträchtigen.

Mögliche Mangelsymptome: hormonelle Dysbalancen, verringerte Knochenstabilität

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

BETA-CAROTIN

Synonym: Provitamin A

Nährstoffgruppe: Vitaminoide, Antioxidantien

Vorkommen in der Nahrung: gelbes Gemüse und Obst (Karotten, Kürbis, Mango etc.), dunkelgrünes Gemüse (Spinat, Brokkoli, Löwenzahn etc.)

Kurzinfo: Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
Trägt zum Erhalt der Sehkraft, Haut und Schleimhaut bei

Wirkung/Physiologische Effekte: Beta-Carotin gehört zu den Carotinoiden. Es wird vermehrt in den Haut- und Netzhautzellen eingelagert und fungiert dort als Radikalfänger und natürlicher Schutz gegen UV-Strahlung. Außerdem trägt es wesentlich zur embryonalen Entwicklung und zur Unterstützung des Sehvermögens bei. Auch die Proliferation von B- und T-Zellen wird durch Beta-Carotin gefördert und somit das Immunsystem verbessert.

Eine orale Aufnahme von Beta-Carotin kann bei erhöhter Exposition die Haut vor Sonnenirritation schützen. Es kann vorbeugend gegen polymorphe Lichtdermatose (Sonnenallergie) eingesetzt werden. Durch sein großes Potenzial als Radikalfänger kann es zur Vorbeugung zahlreicher radikalinduzierter Krankheiten, wie z. B. Arteriosklerose, beitragen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Bioaktive Vorstufe von Vitamin A, wird in der Darmschleimhaut zu Retinol reduziert.

Mögliche Mangelsymptome: Infektanfälligkeit, trockene Haut, Nachtblindheit

Nebenwirkungen: harmlose Gelb- bis Braunfärbung der Haut

 

BROMELAIN

Synonym: Bromelin

Nährstoffgruppe: Enzyme

Vorkommen in der Nahrung: Ananas

Kurzinfo: Hat eine antithrombotische Wirkung
Fördert die Verdauung

Wirkung/Physiologische Effekte: Als natürliches, proteolytisches Enzymgemisch beschleunigt Bromelain den Fibrinabbau und eliminiert nekrotisches Gewebe. Außerdem reduziert es die vaskuläre Permeabilität. Die Folgen sind eine raschere Wundheilung und Abnahme von Schwellungen. Studien zufolge wirkt es entzündungshemmend und anti metastatisch, was Bromelain zu einem potenziellen Faktor für die Krebsvorsorge macht.

Es ist eine wertvolle Ergänzung bei der posttraumatischen Behandlung von stumpfen Verletzungen, wie z. B. Verstauchungen oder Prellungen. Nach Operationen kann Bromelain Schwellungen reduzieren und dadurch Schmerzen verringern. Bei Wundheilungsstörungen (diabetischer Fuß) kommt es ebenfalls zum Einsatz.
Durch seine Fähigkeit Eiweiß zu spalten, hilft es effektiv bei diabetesinduzierten Verdauungsproblemen und kann eine gewünschte Gewichtsabnahme unterstützen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Bromelain kann die entzündungshemmende Wirkung von Quercetin verbessern.

Mögliche Mangelsymptome: keine bekannt

Nebenwirkungen:  Selten: Magen-Darm-Beschwerden, allergische Reaktionen

 

 

CHOLIN

Synonym: Vitamin B4 (veraltete Bezeichnung)

Nährstoffgruppe: Vitaminoide

Vorkommen in der Nahrung: Weizenkeimlinge, Nüsse, Eigelb, Rinder- und Schweineleber

Kurzinfo: Unterstützt das Gedächtnis

Wirkung/Physiologische Effekte: Cholin ist an der Hormon- und Enzymsynthese und am Kreatin- und Homocysteinstoffwechsel beteiligt. Als Komponente des Neurotransmitters Acetylcholin unterstützt Cholin die Steuerung von Gedächtnisvorgängen und Stimmungen sowie die Reizübertragung an die Muskeln. Dadurch ist es indirekt auch für lebensnotwendige Vorgänge wie die Atmung und den Herzschlag verantwortlich.

In einer Studie wurde nachgewiesen, dass Cholin eine Besserung der Asthmasymptomatik herbeiführen kann. Es unterstützt den Fettstoffwechsel und kann die Leberfunktion verbessern. Auch bei altersbedingt nachlassender Gedächtnisleistung kann Cholin helfen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Folsäure und Methionin sind für die körpereigene Synthese notwendig.

Mögliche Mangelsymptome: Verlangen nach fettigem Essen, häufige Gedächtnis- und Wortfindungsstörungen, Antrieblosigkeit

Nebenwirkungen: Selten: Magen-Darm-Beschwerden, Schwitzen, veränderter Körpergeruch


CHLORID

Synonym: keine

Nährstoffgruppe: Elektrolyte

Vorkommen in der Nahrung: Kochsalz und damit behandelte Lebensmittel

Kurzinfo: Regelt den Wasserhaushalt
Hält das Säure-Basen-Gleichgewicht aufrecht

Wirkung/Physiologische Effekte: Als negativ geladenes Anion kommt Chlorid im Körper nur in gebundener Form vor, meist als Natriumchlorid. Es kontrolliert den Wasserhaushalt, indem es den Flüssigkeitsstrom zwischen den Zellen und den osmotischen Druck reguliert. Weiters ist Chlorid wichtig, um das Säure-Basen-Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.

Eine zusätzliche Chloridzufuhr ist unter normalen Umständen nicht nötig, da im westlichen Raum genügend Kochsalz konsumiert wird. Bei dauerhaften Durchfällen, starkem Schwitzen über einen längeren Zeitraum oder bei Einnahme von Entwässerungstabletten kann es sinnvoll sein, Chlorid zu substituieren. In seltenen Fällen wird der Chloridspiegel auch durch Hormone so stark abgesenkt, dass eine Ergänzung notwendig wird.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Kommt überwiegend gebunden als Natriumchlorid vor.

Mögliche Mangelsymptome: Kopfschmerzen, Erbrechen, Muskelkrämpfe

Nebenwirkungen: keine bekannt

 


COENZYM Q10

Synonym: Ubiquinol, Ubiquinon, Q10

Nährstoffgruppe: Vitaminoide

Vorkommen in der Nahrung: Sardinen, Makrelen, Walnüsse, Sojabohnen

Kurzinfo: Stärkt das Immunsystem
Kann Migränesymptome mindern
Kann die Spermienqualität verbessern

Wirkung/Physiologische Effekte: Coenzym Q10 hat im Körper zwei wesentliche Aufgaben. Einerseits ist es an der ATP-Synthese und somit an der Energiegewinnung der Zelle beteiligt, andererseits schützt es die Zellmembranen vor radikalinduzierten Alterungsprozessen.

Coenzym Q10 wird sowohl im Körper synthetisiert als auch über die Nahrung aufgenommen. Besonders beim Energiestoffwechsel des Herzmuskels scheint Coenzym Q10 eine essenzielle Rolle zu spielen. So konnte in Studien mit Herzinsuffizienz-Patienten eine deutliche Leistungssteigerung durch Q10 Substitution nachgewiesen werden. Durch seine antioxidativen Fähigkeiten unterstützt es die Vorbeugung und Behandlung von Arteriosklerose. Hauptsächlich wird Coenzym Q10 bei altersbedingtem Leistungsabfall eingesetzt.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Selen ist essenziell für die Coenzym Q10 Synthese, es regeneriert Vitamin E und verbessert die Wirkung von L-Carnitin.

Mögliche Mangelsymptome: Bluthochdruck, Arrhythmien

Nebenwirkungen: Selten: Hautirritationen, Magen-Darm-Beschwerden

 

EISEN

Synonym:

Nährstoffgruppe: Mineralstoffe, Spurenelemente

Vorkommen in der Nahrung: Kalbfleisch, Schweineleber, Hülsenfrüchte, Haferflocken

Kurzinfo: Trägt zu einem normalen Sauerstofftransport bei
Trägt zu einem normalen Stoffwechsel bei
Trägt zur normalen Synthese von roten Blutkörperchen bei
Trägt zu einem normalen Immunsystem bei

Wirkung/Physiologische Effekte: Eisen übernimmt eine zentrale Rolle bei der Bildung roter Blutkörperchen und beim Sauerstofftransport im Blut. Als Bestandteil von Hämoglobin ist es am Co2 Abtransport und somit an der Regelung des Säure-Basen-Haushalts beteiligt. Weiters unterstützt es die Synthese des Schilddrüsenhormons L-Thyroxin. Eisen wird in der Leber, der Milz und im Knochenmark in gebundener Form gespeichert. Sinkt der Bluteisenspiegel ab, wird dieses Depoteisen mobilisiert.

Frauen neigen durch die Menstruation eher zu einem latenten Eisenmangel als Männer. Vegetarier und Veganer sollten ebenfalls auf eine ausreichende Eisenzufuhr achten. Ein hoher Konsum von Tee und Kaffee hemmt die Eisenaufnahme. Bei einem Eisenmangel werden die Organe nicht optimal mit Sauerstoff versorgt. Die Folgen sind Müdigkeit und Erschöpfungszustände. Wird der Mangel nicht ausgeglichen, kommt es langfristig zur Anämie.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Calcium, Magnesium, Phosphor, Zink und Kupfer beeinträchtigen die Eisenresorption. Vitamin C und andere Antioxidantien verbessern sie.

Mögliche Mangelsymptome: Erschöpfung, dunkle Augenringe, Störungen im Haar- und Nagelwachstum, rissige Mundwinkel, Infektanfälligkeit, Schwindel

Nebenwirkungen: Verstopfung, Dunkelfärbung des Stuhls, Übelkeik

 

 

JOD

Synonym: Iod, Kaliumiodid, Kaliumjodid

Nährstoffgruppe: Mineralstoffe, Spurenelemente

Vorkommen in der Nahrung: fettreiche Meeresfische (Kabeljau, Steinbutt), Meeresalgen, jodiertes Speisesalz

Kurzinfo: Trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei
Trägt zur normalen kognitiven Funktion bei
Trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei

Wirkung/Physiologische Effekte: Als Bestandteil der Schilddrüsenhormone L-Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3) nimmt Jod eine wesentliche Schlüsselrolle ein. Dadurch ist es an der Regulierung des Wärmehaushalts ebenso beteiligt, wie an der Steuerung des Protein-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsels.

Bei Jodmangel kommt es einer Verminderung des Grundumsatzes und dadurch zur Gewichtszunahme. Die Schilddrüse vergrößert sich (Strumabildung) und das Risiko für Autoimmunerkrankungen steigt an. Schwangere und Stillende haben aufgrund des natürlich erhöhten Grundumsatzes einen Mehrbedarf an Jod. Da dieser wegen Ödemneigung nicht über jodiertes Kochsalz gedeckt werden sollte, empfiehlt sich eine adäquate, orale Substitution mit Jod, um die normale Entwicklung des Ungeborenen zu unterstützen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Eisenmangel kann die Jodaufnahme beeinträchtigen.

Mögliche Mangelsymptome: Müdigkeit, Erschöpfung, erhöhtes Kälteempfinden, Verstopfung

Nebenwirkungen: Herzrasen, Schweißausbrüche

 

KALIUM

Synonym: Kaliumacetat, Kaliumbicarbonat, Kaliumcitrat

Nährstoffgruppe: Mineralstoffe, Spurenelemente

Vorkommen in der Nahrung: Nüsse, rohes Obst und Gemüse

Kurzinfo: Trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
Trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei
Trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei

Wirkung/Physiologische Effekte: Als wichtigstes Kation im menschlichen Körper ist Kalium am Stoffwechsel jeder Zelle beteiligt. Gemeinsam mit Natrium ist es für den Flüssigkeitsaustausch durch die Zellmembran verantwortlich. Es trägt zur ATP-Synthese bei und ermöglicht die Speicherung von Glykogen in der Muskulatur. Kalium reguliert die Säureausscheidung über die Niere, dient der Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks und spielt eine Rolle bei der Herzmuskelkontraktion. Zusätzlich ermöglicht es die Reizbildung und -weiterleitung in den Nervenzellen.

Kalium ist wasserlöslich und wird auch über den Schweiß ausgeschieden. Leistungssportler sollten daher in Belastungsphasen auf eine moderate Kaliumzufuhr achten. Weiteres unterstützt es die Herzgesundheit und kann erhöhten Blutdruck regulieren. Ein erhöhter Bedarf besteht nach durchgemachten Magen-Darm-Erkrankungen, bei Nierenerkrankungen und kaliumarmer Ernährung.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Antagonist von Natrium, Magnesium unterstützt die Wirkung von Kalium, eine hohe Kaliumzufuhr vermindert die Calciumausscheidung

Mögliche Mangelsymptome: Erschöpfung, Muskelkrämpfe, Darmträgheit, Herzarrhythmien, Bluthochdruck

Nebenwirkungen: Übelkeit, Durchfälle, Sodbrennen

 

 

L-ALANIN

Synonym: keine

Nährstoffgruppe: proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Rind- und Schweinefleisch, Hühnerei, Reis

Kurzinfo: Kann den Muskelaufbau fördern
Kann die Leistungsfähigkeit im Alter steigern

Wirkung/Physiologische Effekte: L-Alanin ist eine nichtessenzielle Aminosäure, wird im Körper in den Muskelzellen synthetisiert und in der Leber in Pyrovat umgewandelt. Somit ist L-Alanin indirekt an der Regulierung des Blutzuckerspiegels und an der Leistungsfähigkeit der Muskeln beteiligt. Studien zeigten, dass in der Prostataflüssigkeit eine erhöhte Konzentration der Aminosäure vorliegt, die als möglicher Schutz vor krankhaften Veränderungen dienen könnte.

L-Alanin wird besonders von Leistungssportlern zum Muskelaufbau genützt. Da sie auch die generelle Leistungsfähigkeit steigert, profitieren ältere und geschwächte Menschen ebenfalls davon. Bei Diabetikern kann die orale Supplementierung der Hypoglykämie entgegenwirken. Außerdem unterstützt L-Alanin das Immunsystem und beugt Nierensteinen vor.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: andere proteinogene Aminosäuren

Mögliche Mangelsymptome: Muskelabbau, Schwächeanfälle, Haut- und Haarveränderungen

Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit

 

L-ARGININ

Synonym: Arginin

Nährstoffgruppe: proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Kürbiskerne, Walnüsse, Lachs

Kurzinfo: Kann die Durchblutung fördern
Unterstützt die Wundheilung

Wirkung/Physiologische Effekte: Als Vorstufe aktiver Komponenten ist L-Arginin indirekt an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Es regelt die Immunfunktion, die Wundheilung und die Synthese von Stickstoffmonoxid, der als endothelwirksamer Neurotransmitter den Gefäßtonus regelt. Es fördert die Bildung von immunmodulierenden Stoffen und unterstützt somit das Immunsystem bei der Hemmung von Entzündungen.

L-Arginin ist eine bedingt essenzielle Aminosäure und muss daher bei erhöhtem Bedarf von außen substituiert werden. Durch die Förderung von Wundheilungsprozessen kann dies besonders bei Verletzungen, Verbrennungen oder in Wachstumsphasen sinnvoll sein. Durch seinen Einfluss auf die Gefäße kann es präventiv bei arteriosklerotischen Veränderungen eingesetzt werden. Durch seine durchblutungsfördernden Eigenschaften kann L-Arginin auch bei erektiler Dysfunktion helfen. Zusätzlich fördert es die Beweglichkeit der Spermien.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: L-Citrullin, Folsäure und Vitamin B 12 unterstützen L-Arginin in seiner Wirkung

Mögliche Mangelsymptome: Anreicherung von Ammonium im Blut, Infektanfälligkeit, Immunsuppression

Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden, Kopfschmerzen, erhöhte Reizbarkeit

 

 

L-ASPARAGIN

Synonym: L-Asparaginsäure

Nährstoffgruppe: proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Spargel, Kartoffeln, Keimlinge, Alfalfa

Kurzinfo: Kann die Stimmung aufhellen
Unterstützt die Leber

Wirkung/Physiologische Effekte: L-Asparagin wird in der Leber synthetisiert und ist wesentlich am Harnstoffzyklus beteiligt. Es wandelt stickstoffhaltige Verbindungen in Harnstoff um, wirkt harntreibend und blutreinigend. Außerdem ist es die Vorstufe von Aspartat, welches als Neurotransmitter fungiert.

Dadurch hat es einen positiven Einfluss auf den allgemeinen Gemütszustand und die normale Gehirnfunktion. Durch seine entgiftende Wirkung kann L-Asparagin unter anderem Katersymptome nach Alkoholkonsum verringern und unterstützt somit die Leber. Außerdem trägt es zur Erhaltung eines gesunden Immunsystems bei.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: andere proteinogene Aminosäuren

Mögliche Mangelsymptome: Leistungsabfall, Erschöpfung, Nierenbeschwerden

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

L-CITRULLIN

Synonym: Citrullin, Citrullin Malat

Nährstoffgruppe: nicht proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Wassermelone

Kurzinfo: Kann den Muskelstoffwechsel verbessern

Wirkung/Physiologische Effekte: L-Citrullin kann nicht vom Körper selbst synthetisiert werden, sondern ist ein Zwischenprodukt des Harnstoffzyklus. Es fungiert im Wesentlichen als Wirkungsverstärker für L-Arginin und fördert den Abbau von Ammoniak.

Besonders Kraftsportler profitieren von oraler L-Citrullin Substitution. Durch seine durchblutungsfördernde Wirkung und seine wesentliche Rolle im Muskelstoffwechsel sorgt es indirekt für eine bessere Proteinsynthese. Die Folgen sind bessere Kontraktionsfähigkeit des Muskels und gesteigerte Energiegewinnung während des Trainings.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: wirkungsverstärkend und abbauhemmend gegenüber
L-Arginin

Mögliche Mangelsymptome: Leistungsabfall, Erschöpfung, Nierenbeschwerden

Nebenwirkungen: Übelkeit

 

 

L-CYSTEIN

Synonym: Cystein, Cystin

Nährstoffgruppe: proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Sonnenblumenkerne, Walnüsse, Hühnerei, Fleisch, Lachs

Kurzinfo: Ist wichtig für die Bildung von Strukturproteinen
Erhöhter Bedarf bei Alkohol- und Nikotinkonsum

Wirkung/Physiologische Effekte: Als schwefelhaltige, proteinogene Aminosäure wird L-Cystein in der Leber aus L-Methionin synthetisiert und wirkt an zahlreichen Katalysereaktionen mit. Es ist vor allem in Strukturproteinen enthalten, wie z. B. Haarkeratin. Zusätzlich ist es an der Glutathionsynthese beteiligt, dem wichtigsten Antioxidans im menschlichen Körper. Dadurch schützt es indirekt die Zellen vor oxidativem Abbau durch Alkohol- und Tabakabusus.

Obwohl L-Cystein vom Körper selbst hergestellt wird, sollte es aufgrund seiner vielfältigen Eigenschaften über die Nahrung ausreichend zugeführt werden. Menschen mit chronischen Erkrankungen, grauem Star oder Arthritis können von einer gesteigerten Zufuhr profitieren. Eine orale Substitution ist zur Vorbeugung von Osteoporose und vorzeitiger Hautalterung sinnvoll. Auch bei Störungen des Magen-Darm-Trakts und bei Reduktionsdiäten entsteht ein erhöhter Bedarf.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: L-Methionin wird zur Synthese benötigt.

Mögliche Mangelsymptome: sprödes Haar, rissige Nägel, trockene Haut

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

L-GLUTAMIN

Synonym: Glutamin

Nährstoffgruppe: proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Käse, Fleisch, Sojabohnen, Haferflocken

Kurzinfo: Kann die Schleimhäute schützen
Hat eine antioxidative Wirkung

Wirkung/Physiologische Effekte: Besonders in Zellen mit hoher Teilungsrate, wie z. B. der Darmmukosa wird die bedingt essenzielle Aminosäure L-Glutamin benötigt. Sie ist maßgeblich bei der Energiebereitstellung der Zelle beteiligt und eine Komponente des körpereigenen Antioxidans Glutathion.

Bei geschädigter Darmmukosa aufgrund vorangegangener Erkrankungen zeigt sich bei oraler Subsitution mit L-Glutamin eine therapeutische Wirkung. Auch bei Helicobacter pylori Infektionen konnten weniger Mucosaschäden, geringere Entzündungsausprägungen und eine effektivere Immunantwort beobachtet werden. Ausdauersportler profitieren vom verbessertenAmmoniakabbau durch L-Glutamin. Ein gesteigerter Bedarf besteht außerdem bei Verletzungen und nach Operationen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: andere proteinogene Aminosäuren

Mögliche Mangelsymptome: Leaky-Gut-Syndrom, Leistungsabfall, erhöhte Rekonvalesenzdauer

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

L-HISTIDIN

Synonym: Histidin

Nährstoffgruppe: proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Sojabohnen, Vollkornmehl, Thunfisch, Fleisch, Lachs, Ei

Kurzinfo: Unterstützt das Immunsystem
Schützt die Nervenzellen

Wirkung/Physiologische Effekte: L-Histidin dient als Grundstoff vieler Substanzen, wie z. B. Histamin, Glutamat und Hämoglobin. Es wird für die Bildung der Myelinscheide benötigt, die die Nervenzelle umgibt und schützt. Es wirkt als Radikalfänger und ist am Transport und an der Aufnahme von Zink, Kupfer und Eisen beteiligt.

L-Histidin wirkt entzündungshemmend und unterstützt in Kombination mit Zink effektiv das Immunsystem bei der Abwehr von Erkältungserregern. Da es das Wachstum und die Regenerationsfähigkeit des Gewebes beeinflusst, wird es zur Behandlung von Strahlenschäden eingesetzt. Studien zufolge kann L-Histidin vorbeugend gegen degenerative Nervenerkrankungen wie Morbus Alzeimer wirken. Außerdem existieren erste Hinweise, dass die Aminosäure eine diätische Gewichtsreduktion unterstützen kann.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Zink erleichtert die Aufnahme von L-Histidin in den Körper.

Mögliche Mangelsymptome: Anämie, Infektanfälligkeit

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

L-ISOLEUCIN

Synonym: Isoleucin

Nährstoffgruppe: essenzielle, verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA)

Vorkommen in der Nahrung: Huhn, Lachs, Rind

Kurzinfo: Unterstützt das Muskelwachstum

Wirkung/Physiologische Effekte: Als essenzielle Aminosäure kann der Körper L-Isoleucin nicht selbst produzieren. Es wird als Baustein in der Proteinsynthese benötigt und dient der schnellen Energiegewinnung im Muskel bei erhöhter Belastung. Es hemmt die Tryptophan-Aufnahme und stabilisiert dadurch den Serotoninspiegel.

L-Isoleucin wird gemeinsam mit L-Leucin und L-Valin im Bodybuilding sehr geschätzt, da es das Muskelwachstum stark beeinflusst. Auch während einer strengen Diät sollte unbedingt auf eine ausreichende Zufuhr geachtet werden, um Muskelschwund vorzubeugen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: optimale Wirkung in Kombination mit L-Leucin und L-Valin

Mögliche Mangelsymptome: Lustlosigkeit, Muskelschwäche, schlechte Muskelregeneration

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

L-LEUCIN

Synonym: Leucin

Nährstoffgruppe: essenzielle, verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA)

Vorkommen in der Nahrung: Hirse, Hafer, Eier, Molke, Fleisch

Kurzinfo: Fördert den Muskelaufbau
Unterstützt das Immunsystem

Wirkung/Physiologische Effekte: L-Leucin gehört wie L-Isoleucin und L-Valin zu den essenziellen, verzweigtkettigen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst produzieren kann. Es ist unerlässlich für den Aufbau und Erhalt von Muskelgewebe und stellte sich als schonende Unterstützung bei der Behandlung von Leberzirrhosepatienten heraus.

Studien zufolge wirkt sich eine orale Substitution von L-Leucin positiv auf das Immunsystem aus. Zudem verkürzt es die Regenerationszeit und Erholungsphase der Muskeln nach erhöhter Belastung. Diese Eigenschaft machte L-Leucin besonders für Kraftsportler interessant.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: optimale Wirkung in Kombination mit L-Isoleucin und L-Valin

Mögliche Mangelsymptome: Lustlosigkeit, Muskelschwäche, schlechte Muskelregeneration

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

L-LYSIN

Synonym: Lysin

Nährstoffgruppe: essenzielle, proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Fleisch, Thunfisch, Ei, Kuhmilch

Kurzinfo: Kann bei Fieberblasen helfen
Steigert die Calciumresorption

Wirkung/Physiologische Effekte: L-Lysin ist eine essenzielle Aminosäure, die dem Körper über die Nahrung zugeführt werden muss. Es ist an der Biosynthese von Elastin und Kollagen beteiligt und steigert die intestinale Calciumresorption. Zudem ist es die Vorstufe zu L-Carnitin, das unerlässlich für den zelleigenen Energiestoffwechsel ist.

L-Lysin wird zur Behandlung und Vorbeugung von Herpes simplex Infektionen (Fieberblasen) eingesetzt. Möglicherweise kann es auch zur Prävention von Arteriosklerose verwendet werden. Zusätzlich hat es positive Auswirkungen auf das Bindegewebe, Haare und Nägel. Vegetarier und Veganer sollten auf orale Substitution von L-Lysin zurückgreifen, da die Aminosäure in pflanzlicher Nahrung kaum vorhanden ist.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Verbessert die Bioverfügbarkeit von Calcium, beeinträchtigt die Resorption von Arginin.

Mögliche Mangelsymptome: spröde Nägel, brüchige Haare, Haarausfall, häufige Herpes-simplex-Rezidive

Nebenwirkungen: Selten: Blutgerinnungsstörungen

 

 

L-METHIONIN

Synonym: Methionin

Nährstoffgruppe: essenzielle, proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Paranüsse, Walnüsse, Lachs, Fleisch, Ei

Kurzinfo: Kann bei Harnwegsinfekten helfen
Kann die Schwermetallausleitung unterstützen

Wirkung/Physiologische Effekte: L-Methionin ist neben L-Cystein die einzige schwefelhaltige Aminosäure und muss dem Körper über die Nahrung zugeführt werden. Es dient der Synthese von anderen, nichtessenziellen Aminosäuren, beispielsweise als Vorstufe zu L-Cystein und Homocystein. Außerdem führt es zur Ansäuerung des Harns und verhindert dadurch die Ansiedelung von pathogenen Keimen und die Bildung von Phosphatsteinen.  

L-Methionin wird zur Vorbeugung und Therapie von Harnwegsinfekten verwendet. Es kann sich positiv auf Allergien auswirken, da es den Histaminspiegel im Blut absenkt. Studien zufolge kann L-Methionin Parkinsonsymptome lindern und depressive Verstimmungen abmildern. Durch seine Fähigkeit zur Komplexbildung kann es die Ausleitung von Quecksilber und Arsen begünstigen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Folsäure, Vitamin B6 und B12 sind für den Methionin-Homocystein-Stoffwechsel essenziell. Es kommt zu synergistischen Effekten mit anderen Antioxidantien.

Mögliche Mangelsymptome: Wachstumsstörungen, Aminosäurenungleichgewicht, rezidivierende Harnwegsinfekte, spröde Nägel, brüchiges Haar

Nebenwirkungen: Selten: Übelkeit, Durchfall

 

L-ORNITHIN

Synonym: Ornithin

Nährstoffgruppe: nicht proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Fleisch, Fisch, Milcheiweiß, Nüsse, Reis, Soja

Kurzinfo: Kann die Leistungsfähigkeit erhöhen
Kann bei Parasitenbefall helfen

Wirkung/Physiologische Effekte: L-Ornithin gehört nicht zu den 20 Standardaminosäuren, ist aber wesentlich an mehreren Stellen im Stoffwechsel beteiligt, besonders in Kombination mit Arginin. Es sorgt für den Ammoniakabbau im Proteinstoffwechsel, steigert die generelle Regenerationsfähigkeit des Organismus und unterstützt die Leber bei der Entgiftung.

L-Ornithin kann die Potenz stärken, die sportliche Leistungsfähigkeit verbessern und den Fettabbau unterstützen. In der alternativen Medizin wird Ornithin zur Behandlung von Parasiten verabreicht.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Synergien mit Arginin

Mögliche Mangelsymptome: keine bekannt

Nebenwirkungen: Übelkeit

 

 

L-PHENYLALANIN

Synonym: Phenylalanin

Nährstoffgruppe: essenzielle, proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Kürbiskerne, Walnüsse, Fleisch, Lachs, Ei

Kurzinfo: Kann bei Depressionen helfen
Unterstützt bei Adipositasbehandlung

Wirkung/Physiologische Effekte: L-Phenylalanin ist eine essenzielle Aminosäure, die wesentlich an allen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist. Es bildet die Vorstufe der Aminosäure L-Thyroxin und synthetisiert Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin. Auch die Schilddrüsenhormone Thyroxin und Triiodthyronin werden aus L-Phenylalanin hergestellt. Zusätzlich ist es Ausgangsprodukt des Pigmentfarbstoffes Melanin.

L-Phenylalanin kann therapiebegleitend bei Depressionen und Erschöpfungszuständen eingesetzt werden. Studien zufolge ist es an der Entstehung des Sättigungsgefühls beteiligt, dadurch reguliert es indirekt den Appetit und den Grundumsatz. Daher kann es auch bei der Adipositasbehandlung helfen. Ein erhöhter Bedarf besteht bei Vorliegen von Vitiligo, einer Pigmentierungsstörung der Haut.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Vitamin B6 ist für den L-Phenylalanin-Stoffwechsel erforderlich.

Mögliche Mangelsymptome: depressive Verstimmungen, reduzierte Gedächtnisleistung, Funktionsstörungen der Schilddrüse

Nebenwirkungen: Selten: Schlafstörungen, Kopfschmerzen

 

L-PROLIN

Synonym: Prolin

Nährstoffgruppe: proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Sojabohnen, Emmentaler, Vollkornprodukte, Fleisch

Kurzinfo: Schützt die Arterienwände
Kann das Bindegewebe kräftigen

Wirkung/Physiologische Effekte: L-Prolin wird aus Glutaminsäure synthetisiert und findet sich hauptsächlich als Proteinbestandteil im Bindegewebe, Knochen und Knorpel. Gleichzeitig blockiert es die Kollagenasen und schützt dadurch die Kollagenfasern vor Abbau. In Kombination mit Vitamin C wird aus L-Prolin Hydroxyprolin hergestellt, das wiederum ein wichtiger Bestandteil der Strukturproteine ist, und die Regeneration von Geweben und Gelenken fördert.

Der Bedarf an L-Prolin steigt nach schweren Erkrankungen, beim Ausdauersport und im Alter signifikant an. Da es in pflanzlichen Lebensmitteln kaum vorkommt, wird auch Vegetariern und Veganern eine externe Zufuhr empfohlen. Es trägt gemeinsam mit Lysin zum Schutz der Arterienwand bei und kann vorbeugend gegen Arteriosklerose eingesetzt werden. Durch seinen Einfluss auf die Kollagensynthese kann L-Prolin bei Bindegewebsschwäche unterstützen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Glutaminsäure wird als Ausgangsstoff benötigt, Vitamin C ist für die Synthese von Hydroxyprolin aus L-Prolin obligat.

Mögliche Mangelsymptome: Gelenksbeschwerden, vorzeitige Hautalterung, brüchige Knochen

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

L-SERIN

Synonym: Serin

Nährstoffgruppe: proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Eier, Hafer, Mais, Milch

Kurzinfo:Steuert die Enzymtätigkeit
Trägt zur Erhaltung der Zellmembranen bei

Wirkung/Physiologische Effekte: Die nicht essenzielle Aminosäure L-Serin wird aus Threonin, Glycin oder Glukose synthetisiert. Sie ist Bestandteil von Phospholipiden und trägt dadurch zur Erhaltung der Zellmembranen bei. Außerdem ist es an der Synthese von Tryptophan, Cystein, Cholin und Acetylcholin beteiligt und wirkt im aktiven Zentrum von Enzymen mit.

Ein Serinmangel tritt nur bei Unterversorgung mit proteinreicher Nahrung auf, z. B. bei Essstörungen oder extremen Hungerkuren. Da die Konzentration an Phospholipiden im Gehirn besonders hoch ist, wird die Wirkung von L-Serin im Zusammenhang mit der Alzeheimerprävention untersucht.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Threonin, Glycin oder Glukose sind zur Synthese erforderlich.

Mögliche Mangelsymptome: Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Stimmungsschwankungen, Schwächegefühl

Nebenwirkungen:  Selten: Bluthochdruck

 

L-THREONIN

Synonym: Threonin

Nährstoffgruppe: essenzielle, proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Schweine- und Rindfleisch, Seefisch, Kichererbsen, Sojabohnen, Cashewkerne, Haferflocken, Bäckerhefe

Kurzinfo: Unterstützt die Gefäßgesundheit
Schützt die Schleimhäute

Wirkung/Physiologische Effekte: L-Threonin ist eine essenzielle Aminosäure. Sie spielt bei der Gefäßdilatation eine Rolle und fördert dadurch die Durchblutung. Gleichzeitig repariert sie Schäden der Gefäßwand. Außerdem ist sie für die Proteinverwertung der Nahrung notwendig und am Fettstoffwechsel beteiligt. Als Ausgangsstoff für die Glycinsynthese unterstützt sie die Leber bei der Entgiftung. Zusätzlich ist sie für den Aufbau der schützenden Schleimschicht auf den Schleimhäuten zuständig.

Der Bedarf an L-Threonin ist im Wachstum, bei sportlicher Belastung sowie bei proteinarmen Diäten erhöht. Übermäßiger Konsum von Alkohol, Nikotin und Koffein greift die Schleimhäute an und erfordert eine gesteigerte Zufuhr. Therapeutisch kann L-Threonin bei übermäßiger Durchlässigkeit der Darmschleimhaut (Leaky-Gut-Syndrom) helfen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: L-Threonin kann nur in Kombination mit Vitamin B3, B6 und Magnesium vom Körper optimal verwertet werden.

Mögliche Mangelsymptome: Infektanfälligkeit, geschwächte Zahnsubstanz, vorzeitige Hautalterung, Stimmungsschwankungen

Nebenwirkungen: Selten: Verdauuungsbeschwerden, Harnstoffüberschuss, Gicht

 

 

L-TRYPTOPHAN

Synonym: Tryptophan

Nährstoffgruppe: essenzielle, proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Sojabohnen, Cashewkerne, Ei, Rind- und Hühnerfleisch

Kurzinfo: Fördert die Schlafqualität
Kann Heißhunger auf Süßes reduzieren

Wirkung/Physiologische Effekte: Die essenzielle Aminosäure L-Tryptophan fungiert als Ausgangsprodukt für Melatonin und Serotonin. Dadurch beeinflusst sie maßgeblich den Schlafrhythmus, die Schmerzwahrnehmung, die Appetitkontrolle und die Stimmung. Während der Entwicklung im Mutterleib unterstützt sie die Gehirnreifung.

L-Tryptophan wird bei PMS und anderen Schmerzsyndromen therapiebegleitend eingesetzt. Außerdem kann die Lust auf Süßes reguliert, die Nahrungsaufnahme in Summe reduziert und dadurch die Gewichtsreduktion unterstützt werden. Es kann die Schlafqualität verbessern und dadurch Stimmungsschwankungen ausgleichen und Reizbarkeit vorbeugen. Studien zeigen, dass sich eine orale Substitution mit L-Tryptophan ebenfalls positiv auf das Sozialverhalten auswirkt.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Vitamin B1, B3 und B6 fördern die Serotoninsynthese aus L-Tryptophan.

Mögliche Mangelsymptome: Kopfschmerzen, Heißhunger auf Süßes, Ängste, Agressivität und Depressionen sowie Ein- und Durchschlafstörungen

Nebenwirkungen: Selten: Schwindel, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit

 

L-TYROSIN

Synonym: Tyrosin

Nährstoffgruppe: proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Fleisch, Lachs, Ei, Kürbiskerne, Walnüsse, Erdnüsse

Kurzinfo: Unterstützt die Bildung von Schilddrüsenhormonen
Kann Stress regulieren

Wirkung/Physiologische Effekte: L-Tyrosin gehört zu den bedingt essenziellen Aminosäuren und wird aus Phenylalanin synthetisiert. Es fungiert als Vorstufe zu Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin sowie der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T3) und Triiodthyronin (T4). Außerdem dient es als Ausgangsprodukt für die Synthese des Hautpigments Melanin.

Durch die direkte Beeinflussung des Neurotransmittergeschehens und des Hormonhaushalts zeigte sich ein therapeutischer Nutzen bei PMS, Depressionen und Parkinson. Auch akute und chronische Stresszustände können durch orale Substitution gemindert werden. Im Sport wird
L-Thyrosin zur Förderung des gesunden Spannungszustandes (Arousalzustand) eingesetzt.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Synergien mit Phenylalanin

Mögliche Mangelsymptome: Gedächtnisstörungen, Leistungsabfall, depressive Verstimmungen, verminderte Stressresistenz

Nebenwirkungen: Selten: Schlafstörungen

 

 

L-VALIN

Synonym: Valin

Nährstoffgruppe: essenzielle, verzweigtkettige Aminosäuren (BCAA)

Vorkommen in der Nahrung: Haselnüsse, Vollkornreis, Eier, Molke, Fleisch

Kurzinfo: Unterstützt den Muskelaufbau

Wirkung/Physiologische Effekte: L-Valin gehört gemeinsam mit L-Isoleucin und L-Leucin zu den essenziellen, verzweigtkettigen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst produzieren kann. Er ist daher auf ausreichende Zufuhr durch die Nahrung angewiesen. Seine Eigenschaften ähneln denen von L-Isoleucin und L-Leucin. Alle drei sollten daher in Kombination substituiert werden.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: optimale Wirkung in Kombination mit L-Isoleucin und L-Leucin

Mögliche Mangelsymptome: Lustlosigkeit, Muskelschwäche, schlechte Muskelregeneration

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

PAPAIN

Synonym: keine

Nährstoffgruppe: Enzyme

Vorkommen in der Nahrung: Papayafrucht und deren Kerne

Kurzinfo:  Unterstützt die Wundheilung
Wird therapeutisch begleitend bei chronischen Entzündungen eingesetzt
Hilft bei Verdauungsbeschwerden

Wirkung/physiologische Effekte: Papain ist ein proteolytisches Enzym und kann Wundheilungsprozesse unterstützten. Es sorgt für die rasche Entsorgung nekrotischen Gewebes und wirkt durch seine antiödematöse Wirkung schwellungs- und schmerzlindernd. Das macht Papain besonders in der Therapie von akuten und chronischen Entzündungen zu einem wirksamen Helfer.

Auch bei Sportverletzung kann Papain durch seine fibrinolytischen und abschwellenden Eigenschaften zu einer rascheren Besserung beitragen. Studien an Patienten mit Dickdarmkarzinomen ergaben, das Papain die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie signifikant vermindern konnte. Außerdem zeigten sich positive Effekte auf die Tumorsymptomatik und die Lebensqualität.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: keine bekannt

Mögliche Mangelsymptome: keine bekannt

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

PEPSIN

Synonym: keine

Nährstoffgruppe: Enzyme

Vorkommen in der Nahrung: Pepsin wird im Magen von Wirbeltieren gebildet

Kurzinfo: Fördert die Verdauung
Unterstützt das Immunsystem

Wirkung/physiologische Effekte: Pepsin ist ein Bestandteil des Magensafts. Es wird in den Hauptzellen des Magens aus Pepsinogen und Salzsäure gebildet. Als proteolytisches Enzym hat es die Aufgabe, komplexe Eiweißverbindungen zu spalten und in eine bekömmliche Form überzuführen. Außerdem baut es gemeinsam mit Trypsin und Chymotrypsin Zell- und Gewebetrümmer ab und beschleunigt die Wundheilung.

Pepsin wird bei leichten Verdauungsproblemen und als Appetitanreger erfolgreich eingesetzt. Es sind keine nennenswerten Nebenwirkungen bekannt. Allerdings sollte Pepsin nicht gemeinsam mit Antazida eingenommen werden, da beide sich gegenseitig in ihrer Wirkung hemmen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Asparagin ist ein Bestandteil von Pepsin.

Mögliche Mangelsymptome: Magenbeschwerden, Verdauungsprobleme

Nebenwirkungen: keine

 

SELEN

Synonym: Natriumselenit

Nährstoffgruppe: Mineralstoffe, Spurenelemente

Vorkommen in der Nahrung: Fisch, Fleisch, Paranüsse, unverarbeitetes Getreide

Kurzinfo: Trägt zum Erhalt normaler Haare und Nägel bei
Unterstützt die normale Funktion der Schilddrüse
Trägt zu einem funktionierenden Immunsystem bei
Unterstützt die normale Spermabildung

Wirkung/physiologische Effekte: Selen schützt die Schilddrüse vor oxidativen Schäden. Zusätzlich wirkt es als Cofaktor bei der Produktion der Schilddrüsenhormone. Selensupplementierung ist mittlerweile Standard bei Hashimoto und bei schwangeren Frauen mit Anti-TPO-Antikörpern. Es trägt nachgewiesen zur normalen Funktion des Immunsystems und der Spermabildung bei. Außerdem kann es Schwermetalle binden und ausleiten.

Durch seine antioxidative Wirkung kann Selen auch bei der Frühentstehung von Krebs protektiv eingreifen. Studien zufolge kann es einerseits die Immunabwehr stärken, sodass verdächtige Zellen eher erkannt und eliminiert werden. Andererseits kann es in höheren Dosen den Tod von Tumorzellen auslösen. Auch HIV-Patienten scheinen von Selensupplementierung zu profitieren, da Selen möglicherweise die Replikation des Virus hemmt. Die Annahme, dass eine gezielte Supplementierung bei Personen mit niedrigem Selenstatus das Immunsystem generell verbessert, gilt mittlerweile als gesichert.  

Interaktion mit anderen Nährstoffen: keine

Mögliche Mangelsymptome: Müdigkeit, Infektanfälligkeit, erhöhte Allergieneigung, Störungen in der Umwandlung von Schilddrüsenhormonen

Nebenwirkungen: Bei normaler Dosierung sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.
Bei Überdosierung: nach Knoblauch riechender Atem, Haarverlust, metallischer Geschmack im Mund

 

 

TYROSINASE

Synonym: keines

Nährstoffgruppe: Enzyme

Vorkommen in der Nahrung: braunes Obst und Gemüse

Kurzinfo: Schützt die Haut vor UV-Strahlung

Wirkung/physiologische Effekte: Tyrosinase ist ein kupferhaltiges Enzym, das wesentlich an der Bildung von Melanin in den Melanozyten beteiligt und dadurch unerlässlich für den Schutz vor UV-Strahlung ist. Auch die Braunfärbung der Haut nach Sonnenexposition kann auf Tyrosinase und seine Aktivität zurückgeführt werden.

Derzeit wird der Einfluss von Tyrosinase auf die Hautkrebsentstehung untersucht.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: keine

Mögliche Mangelsymptome: Albinismus, Pigmentstörungen

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

VITAMIN A

Synonym: Retinol, Retinal, Retinsäure

Nährstoffgruppe: Vitamine, Antioxidantien

Vorkommen in der Nahrung: Leber, Fischleberöle, Butter, Käse, Eier

Kurzinfo: Trägt zum Erhalt normaler Haut und Schleimhäute bei
Trägt zu einem normalen Eisenstoffwechsel bei
Unterstützt die Sehkraft und das Immunsystem

Wirkung/physiologische Effekte: Als Baustein des Sehpurpurs (Rhodopsin) ist Vitamin A am Sehvorgang und der Augengesundheit beteiligt. In der Haut unterstützt es die gesunde Zellteilung sowie die Reparatur von Schäden. Dadurch trägt es wesentlich zur Immunabwehr bei. Weiters spielt es eine zentrale Rolle bei der Entwicklung von Ei- und Spermienzellen und bei der Synthese von Sexualhormonen.

Da Vitamin A im Darm resorbiert wird, haben Personen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) einen erhöhten Bedarf. Auch in der Schwangerschaft und Stillzeit wird eine orale Substitution empfohlen, wobei die Höchstdosis von 3000 µg Vitamin A pro Tag nicht überschritten werden darf. Außerdem wird es zur Behandlung von Fruchtbarkeitsproblemen bei Männern und Frauen eingesetzt.  

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Zink unterstützt den Vitamin A Stoffwechsel. Vitamin A ist fettlöslich.

Mögliche Mangelsymptome: Nachtblindheit, trockene Bindehäute, spröde Haare und Nägel, häufige Atemwegsinfekte

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

VITAMIN B15

Synonym: Pangamsäure

Nährstoffgruppe: Vitaminoide

Vorkommen in der Nahrung: Aprikosenkerne, Bierhefe, Hülsenfrüchte

Kurzinfo: Kann die Sauerstoffverwertung in den Zellen erhöhen

Wirkung/physiologische Effekte: Vitamin B15 ist eine veraltete Bezeichnung für Pangamsäure. Dies ist ein Zwischenprodukt, das im Körper bei Stoffwechselvorgängen unter Cholinbeteiligung gebildet wird. Wie genau es in den Stoffwechsel eingreift, ist noch nicht vollständig geklärt. Russischen Forschungen zufolge verbessert es den Sauerstoffumsatz in den Zellen und steigert so die Leistungsfähigkeit.

Es soll die Bildung von Laktat verringern, was Pangamsäure auch für Sportler interessant machen dürfte. Da sich Tumorzellen unter Anwesenheit von Sauerstoff schlechter verbreiten können, wird derzeit die Auswirkung von Pangamsäure auf die Teilungsfähigkeit von Krebszellen untersucht.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Cholin ist für die Bildung notwendig.

Mögliche Mangelsymptome: keine

Nebenwirkungen: keine

 

 

VITAMIN B5

Synonym: Pantothensäure

Nährstoffgruppe: Vitamine

Vorkommen in der Nahrung: Innereien, Fisch, Eigelb, Hülsenfrüchte, Hefe

Kurzinfo: Trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
Trägt zu einer normalen geistigen Leistungsfähigkeit bei
Ermöglicht die normale Synthese und Verstoffwechslung von Neurotransmittern, Steroidhormonen und Vitamin D

Wirkung/physiologische Effekte: Bei Vitamin B5 handelt es sich um Pantothensäure. Sie ist Bestandteil des Coenzym A und spielt als solches eine wesentliche Rolle im gesamten Energiestoffwechsel und bei der Neurotransmittersynthese. Zusätzlich stimuliert sie die Produktion von kollagenbildenden Fibroblasten und trägt somit zu einer effizienteren Wundheilung bei. Außerdem fördert Pantothensäure die Gesundheit des Hodengewebes und sorgt für eine gute Mobilität der Spermien.

Ein Mangel tritt meist in Kombination mit anderen B-Vitaminen auf und zeigt sich unter anderem in Störungen des Nervensystems und Wundheilungsstörungen. Charakteristisch für einen Pantothensäuremangel ist das sogenannte Burning-Feet-Syndrom. Dies ist eine Fühlstörung der Füße, die sich durch Taubheitsgefühl und brennende Schmerzen äußert. Außerdem wird Pantothensäure therapeutisch begleitend bei rheumatoider Arthritis eingesetzt. In der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist der Bedarf erhöht.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: keine

Mögliche Mangelsymptome: Burning-Feet-Syndrom, gestörte Wundheilung, Dermatitis, Infektanfälligkeit, Fruchtbarkeitsprobleme

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

VITAMIN B7

Synonym: Vitamin H, Biotin

Nährstoffgruppe: Vitamine

Vorkommen in der Nahrung: Eigelb, Hefe, Innereien, Sojabohnen, Nüsse, Haferflocken

Kurzinfo: Trägt zum Erhalt normaler Haut, Haare und Schleimhäute bei
Trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
Fördert die normale Funktion des Nervensystems

Wirkung/physiologische Effekte: Biotin ist ein wichtiger Cofaktor bei der Bildung von Erythrozyten, Lymphozyten und Antikörpern und somit essenziell für das Immunsystem. Ebenso ist es als Cofaktor am Protein-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt. Geringe Mengen an Biotin werden im Darm produziert, der überwiegende Anteil muss exogen zugeführt werden.

Biotin stimuliert die Differenzierung epidermaler Zellen, was sich positiv auf Haut, Haare und Nägel auswirkt. So wird es therapeutisch begleitend bei Ekzemen und Schuppenbildung eingesetzt. Es trägt zur normalen Funktion des Nervensystems, der Schleimhäute und des Energiestoffwechsels bei. Ältere Menschen und Patienten mit Absorptionsstörungen im Darm haben einen erhöhten Bedarf.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Pantothensäure kann in hoher Dosierung die Biotinaufnahme beeinträchtigen.

Mögliche Mangelsymptome: Haarausfall, trockene, schuppige Haut, brüchige Nägel, Seborrhoische Dermatitis, Appetitlosigkeit, Muskelschmerzen

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

VITAMIN D

Synonym: Cholecalciferol, Ergocalciferol, Vitamin D2, Vitamin D3

Nährstoffgruppe: Vitamine

Vorkommen in der Nahrung: Lebertran, Lachs, Hering

Kurzinfo: Trägt zum Erhalt normaler Knochen und Zähne bei
Fördert die Aufnahme/Verwertung von Calcium und Phosphor
Hat eine Funktion bei der Zellteilung
Unterstützt das Immunsystem
Trägt zum Erhalt einer normalen Muskelfunktion bei

Wirkung/physiologische Effekte: Vitamin D wird in der Haut unter Sonneneinstrahlung gebildet. Es ist für die Regulation des Calcium- und Phosphathaushaltes verantwortlich. Darüber hinaus trägt es zur Knochenstabilität bei, indem es die Chondrozyten zur Differenzierung und Reifung anregt. Im Herz-Kreislauf-System hat es antithrombotische Wirkung, während es in der Bauchspeicheldrüse die Funktion der Beta-Zellen aufrecht erhält.

Da die Vitamin D Synthese sonnenlichtabhängig ist, sollte besonders in der dunklen Jahreszeit auf eine exogene Zufuhr geachtet werden. In Zusammenhang mit Osteoporose kann das Frakturrisiko durch orale Supplementierung reduziert werden. Zudem scheint es das Risiko für altersbedingte Erkrankungen herabzusetzen. Auch bei depressiven Verstimmungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Multipler Sklerose wird Vitamin D therapeutisch begleitend eingesetzt. Da für Vitamin D keine nennenswerten pflanzlichen Nahrungsquellen existieren, wird Vegetariern und Veganern eine ganzjährige Supplementierung empfohlen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Calciummangel führt zu verstärktem Vitamin D Abbau.

Mögliche Mangelsymptome: Infektanfälligkeit, Abnahme der Knochendichte, Rachitis, »Herbstblues«

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

VITAMIN E

Synonym: Tocotrienole, Tocopherol

Nährstoffgruppe: Vitamine, Antioxidantien

Vorkommen in der Nahrung: hochwertige Pflanzenöle (Raps, Distel, Sonnenblumen), Mandeln, Haselnüsse

Kurzinfo: Wirkt als Antioxidans

Wirkung/physiologische Effekte: Der Begriff Vitamin E umfasst acht in der Natur vorkommende Tocopherole und Tocotrienole. Dies sind fettlösliche Verbindungen, die untereinander Synergien bilden. Sie haben eine hohe Affinitiät zu Lipoperoxylradikalen und sind somit wirksame Radikalfänger. Sie schützen die Arterien vor Plaqueablagerungen, indem sie einerseits Cholesterin- und LDL-Oxidation reduzieren und andererseits die Thrombinbildung hemmen. Außerdem stimulieren sie die humorale und zelluläre Immunabwehr und greifen regulierend bei Entzündungsprozessen ein.

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird Vitamin E bereits präventiv und therapeutisch eingesetzt. Durch orale Supplementierung kann das Risiko für Schlaganfälle und Herzgefäßerkrankungen signifikant reduziert werden. Auch Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sprechen gut auf Vitamin E an. Studien weisen darauf hin, dass Vitamin E das Risiko vermindert, bestimmte Krebsarten zu entwickeln. Zudem könnte es eine Rolle in der Prävention von radikalassoziierten und neurodegenerativen Erkrankungen wie Altersdiabetes oder Morbus Alzheimer spielen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Selen verstärkt die antioxidative Wirkung. Vitamin E wird durch Vitamin C regeneriert.

Mögliche Mangelsymptome: Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Haarausfall

Nebenwirkungen: Bei hohen Dosierungen können gastrointestinale Beschwerden auftreten.

 

VITAMIN K2

Synonym: Vitamin K, Menachinon

Nährstoffgruppe: Vitamine

Vorkommen in der Nahrung: Rind- und Hühnerfleisch, Brokkoli, Rosenkohl, Spinat

Kurzinfo:  Sorgt für eine normale Blutgerinnung
Trägt zum Erhalt gesunder Knochen bei

Wirkung/physiologische Effekte: Vitamin K2 gehört zu den K-Vitaminen. Es ist fettlöslich, wird von Bakterien der Darmflora produziert und im Dünndarm unter Anwesenheit von Gallensäuren resorbiert. Es synthetisiert Blutgerinnungsfaktoren und wird für die Produktion von Gla-Proteinen benötigt. Dadurch hat es auch Einfluss auf den Knochenstoffwechsel und den Knorpelaufbau.

Vitamin K2 ist wichtig für die Osteoporoseprävention. Studien untersuchen einen möglichen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Arthrose und Vitamin K Mangel.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Vitamin E kann in hohen Dosen die Wirkung von Vitamin K herabsetzen.

Mögliche Mangelsymptome: erhöhte Blutungsneigung, Verlängerung der Blutgerinnungszeit, Abnahme der Knochendichte

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

L-CARNITIN

Synonym: Carnitin

Nährstoffgruppe: Vitaminoide

Vorkommen in der Nahrung: Rind, Lamm, Wild

Kurzinfo: Kann die Herzfunktion stärken
Fördert die Nervenzellregeneration
Steigert die körperliche Leistungsfähigkeit

Wirkung/physiologische Effekte: L-Carnitin ist eine vitaminähnliche Verbindung, die aus der essenziellen Aminosäure Lysin im Gehirn, der Niere und der Leber gebildet wird. Es wirkt in der Skelettmuskulatur und im Herzmuskel, wo es für den Transport aktivierter Fettsäuren in die Mitochondrien benötigt wird. Dadurch ist L-Carnitin ein entscheidender Faktor bei der Energiegewinnung der Zelle und somit der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Leistungssportler haben einen erhöhten Bedarf, der nur schwer mit der Nahrung gedeckt werden kann. Da L-Carnitin nur in Fleisch vorkommt, ist für Vegetarier und Veganer eine orale Supplementierung sinnvoll. Studien zufolge kann L-Carnitin gemeinsam mit a-Liponsäure dem  körperlichen Leistungsabfall im Alter vorbeugen. Bei kardiologischen Erkrankungen wird L-Carnitin bereits therapeutisch eingesetzt.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Eisen, Vitamin C, B6 und Niacin sind für die Synthese erforderlich, Coenzym Q10 verbessert die Wirkung.

Mögliche Mangelsymptome: Fetteinlagerungen im Gewebe, verminderte Leistungsfähigkeit, erhöhte Blutfettwerte

Nebenwirkungen: Selten: gastrointestinale Beschwerden

 

GLUTATHION

Synonym: L-Glutathion

Nährstoffgruppe: Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Keimlinge, Spargel, Hefe, Fleisch

Kurzinfo: Wichtigstes intrazelluläres Antioxidans
Fördert die Entgiftung
Schützt vor Zellschäden bei Chemo- und Strahlentherapie

Wirkung/physiologische Effekte: Glutathion ist eine intrazelluläre Schwefelverbindung und wird aus den drei Aminosäuren Glutamin, Cystein und Glycin gebildet. Es schützt Zellmembranen, Proteine und Nukleinsäuren vor oxidativen Schädigungen. Glutathion neutralisiert Formaldehyd und Acetaldehyd in der Leber und stimuliert die Synthesekapazität der Leberzellen.

Die Zufuhr von Glutathion bewirkt eine Stärkung der antioxidativen Systeme. Außerdem scheint es eine zytotoxische Wirkung auf Tumorzellen zu haben. Deswegen wird Glutathion bei Krebserkrankungen therapeutisch begleitend eingesetzt. Auch zur Vorbeugung und Therapie degenerativer Prozesse, die eine oxidative Ursache haben, kann Glutathion supplementiert werden.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Vitamin C verstärkt die Wirkung von Glutathion.

Mögliche Mangelsymptome: Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit, erhöhte Infektanfälligkeit

Nebenwirkungen: Selten: Allergien, gastrointestinale Beschwerden

 

 

LUTEIN

Synonym: keine

Nährstoffgruppe: Carotinoide

Vorkommen in der Nahrung: grünes Gemüse (Grünkohl, Spinat), Eigelb

Kurzinfo: Kann die Augengesundheit fördern
Kann vor altersbedingter Erblindung schützen

Wirkung/physiologische Effekte: Gemeinsam mit Zeaxanthin wird Lutein als Pigment in der Retina eingelagert. Sie schützen das Auge vor photochemischen Schäden, indem sie blaues Licht neutralisieren. Zudem binden sie freie Radikale. Lutein muss dem Körper exogen zugeführt werden.

Studien ergaben, dass eine erhöhte Luteinzufuhr das Risiko senken kann, an altersbedingter Makuladegeneration zu erkranken. Außerdem wird eine protektive Wirkung gegenüber Grauem Star diskutiert.  

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Zeaxanthin unterstützt Lutein in seiner Wirkung. Vitamin C fördert die Aufnahme in den Körper.

Mögliche Mangelsymptome: nachlassende Sehschärfe, Lichtempfindlichkeit der Augen

Nebenwirkungen: Selten: Gelbfärbung der Haut

 

QUERCETIN

Synonym: keine

Nährstoffgruppe: Vitaminoide, pflanzliche Wirkstoffe

Vorkommen in der Nahrung: dunkle Früchte (Kirschen, Trauben), Petersilie, Salbei, Ginko

Kurzinfo: Hat eine antioxidative Wirkung
Kann das Immunsystem stärken
Kann die Wundheilung verbessern

Wirkung/physiologische Effekte: Quercetin ist ein gelber Pflanzenfarbstoff, der verbrauchtes Vitamin C im Körper recyclen kann. Durch diese Fähigkeit hat es auch antiödematöse, enztündungshemmende und antikanzerogene Effekte. Es muss dem Körper exogen zugeführt werden.

Quercetin wird in der Akutphase von Verletzungen und Verbrennungen sowie nach Operationen zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt. Zudem wirkt es unterstützend bei Erkältungen und grippalen Infekten. In Studien konnte außerdem ein schmerzlindernder Effekt nachgewiesen werden und es scheint präventiv gegen radikalassoziierte Folgeerkrankungen bei Diabetes Mellitus zu wirken.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Bromelain scheint die Wirkung von Quercetin zu unterstützen.

Mögliche Mangelsymptome: keine bekannt

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

RESVERATROL

Synonym: Traubenkernextrakt

Nährstoffgruppe: pflanzliche Wirkstoffe, Antioxidantien

Vorkommen in der Nahrung: Traubenkerne, Rotwein

Kurzinfo: Schützt Zellen vor oxidativem Stress
Kann den Fettstoffwechsel ankurbeln
Kann einen positiven Einfluss auf die generelle Gesundheit haben

Wirkung/physiologische Effekte: Resveratrol gehört zu den Flavonoiden und besitzt ein breites Wirkungsspektrum. Durch seine hohen antioxidativen und zytoprotektiven Eigenschaften wird es zur Reduktion von oxidativem Stress eingesetzt. Als Antioxidans kann es Vitamin C und E recyclen, die Gefäße erweitern und Enzündungen eindämmen.

Studien zufolge schützt Resveratrol die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse und senkt den Blutzuckerspiegel. Dadurch kann es Diabetes vorbeugen. Weiters wurde festgestellt, dass es die DNA-Mutation und die Teilung von Krebszellen hemmen kann. Im Tierversuch konnte außerdem eine positive Wirkung auf den Fettstoffwechsel und die Blutfettwerte ermittelt werden.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Kann bei gleichzeitiger Einnahme die Resorption von Eisen hemmen.

Mögliche Mangelsymptome: keine bekannt

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

ASTAXANTHIN

Synonym: Haematochrom

Nährstoffgruppe: Carotinoide, pflanzliche Wirkstoffe

Vorkommen in der Nahrung: Grünalgen, Meeresfrüchte

Kurzinfo: Hat eine starke antioxidative Wirkung
Kann die körperliche Fitness steigern
Kann das Immunsystem stärken

Wirkung/physiologische Effekte: Astaxanthin hat sich als Superantioxidans einen Namen gemacht. Untersuchungen zufolge hat es durch seinen molekularen Aufbau den höchsten ORAC-Wert und ist somit ein reines Antioxidans. Es schützt die Augen und die Haut vor UV-Strahlung und beugt somit vorzeitiger Hautalterung und Faltenbildung vor. Sein positiver Einfluss auf die Blutfette wirkt präventiv gegen Arteriosklerose.

Studien zufolge kann eine regelmäßige Einnahme von Astaxanthin Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, den Testosteronpegel steigern und dadurch bei Fruchtbarkeitsproblemen unterstützen. Außerdem soll es Helicobacter pylori assoziiertes Sodbrennen lindern.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: keine bekannt

Mögliche Mangelsymptome: keine bekannt

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

BCAA

Synonym: Verzweigtkettige Aminosäuren

Nährstoffgruppe: proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Molkenprotein, Huhn, Lachs, Rind, Erdnüsse

Kurzinfo: Förderung des Ammoniakabbaus
Anregung der Insulinsekretion
Unterstütung der Proteinsynthese und des Muskelaufbaus

Wirkung/physiologische Effekte: BCAA ist der Sammelbegriff für L-Leucin, L-Isoleucin und L-Valin. Es handelt sich dabei um essenzielle Aminosäuren, die dem Körper exogen zugeführt werden müssen. Sie sind unentbehrlich für den Aufbau und Erhalt der Muskelmasse und stellen eine wichtige Energiequelle unter hoher sportlicher Belastung dar.

Eine orale Supplementierung mit BCAA kann die Schädigung und Regenerationszeit der Muskeln vermindern. Auch altersbedingtem Muskelabbau kann dadurch unterstütztend entgegen gewirkt werden. Da BCAA überwiegend nicht in der Leber verstoffwechselt werden, sind sie auch bei Lebererkrankungen als begleitende diätische Maßnahme geeignet.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: keine

Mögliche Mangelsymptome: Muskelschwäche und -abbau, schlechte Regeneration nach sportlicher Belastung, mangelhafte Ammoniakentgiftung

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

CALCIUM

Synonym: Kalzium, Calciumcarbonat, Calciumcitrat

Nährstoffgruppe: Mineralstoffe, Spurenelemente

Vorkommen in der Nahrung: Milchprodukte, Grünkohl, Brokkoli, Mandeln, Paranüsse, Haselnüsse

Kurzinfo: Trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
Trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei
Trägt zur normalen Signalübertragung zwischen den Nervenzellen bei
Wird für den Erhalt normaler Knochen und Zähne benötigt

Wirkung/physiologische Effekte: Calcium wird über die Duodenum- und Jejunumschleimhaut absorbiert. Es dient dem Aufbau und Erhalt der Knochen und Zähne und ist somit eines der wichtigsten Mineralien. Gemeinsam mit Magnesium ist es für die Funktion des Herzmuskels und die Erregungsweiterleitung in den Nervenzellen verantwortlich. Zudem spielt es eine Rolle bei der Blutgerinnung. Ist der Calciumspiegel im Blut zu niedrig, wird es aus den Knochen abgebaut.

In Deutschland und Österreicht zählt Calcium zu den »Risikonährstoffen«, dessen Bedarf über die Nahrung nur unzureichend gedeckt wird. Besonders Schwangere, Stillende und Kinder im Wachstum haben einen erhöhten Bedarf. Auch bei Laktoseintoleranz ist auf eine ausreichende Zufuhr zu achten. Studien zufolge kann Calcium bei PMS lindernd wirken und das Risiko für Kolonkarzinome senken.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Magnesium, Zink, Eisen und Phosphor beeinträchtigen die Resorption. Natrium verstärkt die Ausscheidung. Kalium und Vitamin D fördert die Resorption und vermindert den Abbau aus den Knochen.

Mögliche Mangelsymptome: Muskelkrämpfe, Taubheit in Finger- und Zehenspitzen, Abnahme der Knochendichte

Nebenwirkungen: Selten: gastrointestinale Störungen

 

 

CITRUS BIOFLAVONOIDE

Synonym: Vitamin P

Nährstoffgruppe: Vitaminoide, pflanzliche Wirkstoffe

Vorkommen in der Nahrung: Schalen von Zitrusfrüchten

Kurzinfo:
Wirken vitaminverstärkend
Wirken als Antioxidantien

Wirkung/physiologische Effekte: Der Begriff Citrus Bioflavonoide umfasst verschiedene Arten von Flavonoiden, die hauptsächlich in Schalen von Zitrusfrüchten vorkommen. Dazu gehören Rutin, Hesperidin, Naringin und Quercitrin. Sie besitzen die gleiche molekulare Grundstruktur, aber unterschiedliche Fähigkeiten. Allen gemein ist ihre antioxidative Wirkung auf Vitamin C.

Sie unterstützen das Herz-Kreislauf-System, stärken die Gefäße und beugen radikalinduzierten Erkrankungen wie Arteriosklerose vor. Zusätzlich ist auch eine antihämorraghische Wirkung bekannt, die der Bildung Hämatomen entgegenwirken soll. Neuesten Studien zufolge kann die Ödembildung auf längeren Flugreisen durch Citrus Bioflavonoide vermindert werden.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: keine bekannt

Mögliche Mangelsymptome: keine bekannt

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

PROBIOTIKA

Synonym: Lactobazillen, Lactobakterien, Milchsäurebakterien

Nährstoffgruppe: Probiotika, Ballaststoffe

Vorkommen in der Nahrung: Milchprodukte und milchsauer vergorene Lebensmittel (Sauerkraut)

Kurzinfo:  Stärkt die natürliche Darmflora
Unterstützt die Immunabwehr
Wird therapeutisch begleitend bei allergischen Erkrankungen eingesetzt

Wirkung/physiologische Effekte: Unter Probiotika werden lebende Mikroorganismen zusammengefasst, die einen gesundheitlichen Nutzen bieten. In Form von säureresistenten Kapseln eingenommen, überstehen sie die aggressive Magensäure und gelangen direkt in den Darm. Dort stärken sie die natürliche Darmflora und unterstützen damit effektiv die Immunabwehr.

Besonders bei der Behandlung von (antibiotika- oder strahleninduzierten) Durchfällen haben sich Probiotika bewährt. Auch bei einer Fehlbesiedelung der Vaginalschleimhaut sowie der Harnwege sind Probiotika ein sanfter und natürlicher Weg, das Gleichgewicht wiederherzustellen. Studien zufolge kann eine regelmäßige Einnahme die Wahrscheinlichkeit für Infekte der oberen Atemwege senken. Dieser Effekt erklärt sich durch die Stimulation des darmeigenen Immunsystems, auch GALT genannt, das 70-80 % der erworbenen Immunität repräsentiert.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Präbiotika fördern Wachstum und Aktivität von Probiotika.

Mögliche Mangelsymptome: verstärkte Allergieneigung, Leaky-Gut-Syndrom, Dysbiose

Nebenwirkungen: Selten: verstärkte Histaminausschüttung

 

 

L-THEANIN

Synonym: keine

Nährstoffgruppe: nicht-proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: grüne und schwarze Teeblätter

Kurzinfo:
Kann Stress reduzieren
Kann die Schlafqualität verbessern
Kann mentales Wohlbefinden fördern

Wirkung/physiologische Effekte: L-Theanin soll einen beruhigenden Einfluss auf das Zentralnervensystem haben, ohne müde zu machen. Studien zufolge wurde nach oraler Einnahme eine verstärkte Bildung von Alpha-Wellen im Gehirn gemessen, ein Anzeichen für einen entspannten Zustand.

L-Theanin bildet Synergien mit Koffein, wobei es die negativen Effekte wie Nervosität oder koffeinbedingte Angst reduziert. Durch die Förderung eines entspannten Geisteszustandes kann es indirekt auch zur Gewichtsreduktion beitragen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Synergie mit Koffein

Mögliche Mangelsymptome: keine bekannt

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

MAGNESIUM

Synonym: Magnesiumbisclycinat, Magnesiumcarbonat, Magnesiumcitrat, Magnesiumgluconat

Nährstoffgruppe: Mineralstoffe, Spurenelemente

Vorkommen in der Nahrung: Vollkornprodukte, Nüsse, Sesam, Bohnen, Erbsen

Kurzinfo: Trägt zum Erhalt normaler Zähne und Knochen bei
Trägt zur normalen Funktion des Nervensystems und des psychischen Gleichgewichts bei
Trägt zu einer normalen Eiweißsynthese bei

 

Wirkung/physiologische Effekte: Magnesium ist ein intrazelluläres Ion und kommt hauptsächlich in den Knochenzellen vor. Als Cofaktor diverser Enzyme ist es an mehreren Vorgängen im Körper beteiligt. Magnesium reguliert die Membranpermeabilität und den Ionentransport von Natrium und Kalium. Dadurch spielt es eine zentrale Rolle bei der Erregungsweiterleitung und der Muskelkontraktion. Außerdem lassen sich durch hohe Dosen Stresssituationen positiv beeinflussen.

Studien konnten bestätigen, dass Magnesium eine schützende Wirkung auf das Herz hat. So konnte bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz eine deutliche Besserung der Arterienelastizität sowie der allgemeinen Leistungsfähigkeit festgestellt werden. Auch bei der Therapie von Migräne und PMS scheint Magnesium eine Rolle zu spielen. Im Sport zeigen sich die positiven Eigenschaften in einer verbesserten Ausdauerleistung.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Bildet Synergien mit Kalium. Vitamin B6 unterstützt die zelluläre Anreicherung, Vitamin D verbessert die Bioverfügbarkeit.

Mögliche Mangelsymptome: geringe Stressresistenz, Herzarrhythmien, Bluthochdruck, Muskelkrämpfe, migräneähnliche Kopfschmerzen

Nebenwirkungen: Kann in höheren Dosen abführend wirken

 

 

VITAMIN B10

Synonym: Paraaminobenzoesäure, PABA

Nährstoffgruppe: Vitaminoide

Vorkommen in der Nahrung: Leber, Vollkornprodukte, Sojabohnen, Hefe, Erdnüsse, Melasse

Kurzinfo:  Dient der Folsäuresynthese
Gilt als Haut- und Haarvitamin

Wirkung/physiologische Effekte: Vitamin B10 ist eine organische Carbonsäure, auch PABA genannt, und unentbehrlich für die körpereigene Folsäuresynthese. Sie aktiviert die Darmflora und kann Symptome einer Glutenintoleranz lindern.
Besonders geschätzt wird Vitamin B10 als sogenanntes Schönheitsvitamin. Es konzentriert sich in den Hautzellen und schützt dort vor UV-Strahlung. Außerdem unterstützt es die Pigmentbildung in Haut und Haar und wird deswegen bei der Therapie der Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) eingesetzt. Bei Patienten mit Sklerodermie oder Lupus erythematodes kann Vitamin B10 helfen, die Haut geschmeidig zu halten und vor Verletzungen zu schützen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Begünstigt Pantothensäure in ihrer Wirkung.

Mögliche Mangelsymptome: vorzeitig ergraute Haare, Müdigkeit, Kopfschmerzen

Nebenwirkungen: Selten: Hautrötungen, Übelkeit

 

PEA

Synonym: Palmitoylethanolamid, Palmidrol

Nährstoffgruppe: keine

Vorkommen in der Nahrung: Fleisch, Eier, Sojabohnen, Erdnüsse

Kurzinfo: Ist ein körpereigenes Schmerzmittel
Hat entzündungshemmende Eigenschaften

Wirkung/physiologische Effekte: PEA ist ein Fettsäureamid, das von den Zellen bei schädigenden Reizen von außen gebildet wird. Es ist ein schützendes und reparierendes Molekül, das die Selbstheilungskräfte des Körpers mobilisiert. Daneben hat es eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung und bringt gestörte Körperprozesse wieder ins Gleichgewicht.

Studien zufolge hat PEA großen Einfluss auf das Entzündungs- und Schmerzgeschehen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), bei Fibromyalgie, Arthrose und diabetischen Neuropathien. Es wird auch von älteren Menschen gut vertragen und wird als revolutionäres, sanftes Schmerzmittel bezeichnet.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: keine bekannt

Mögliche Mangelsymptome: keine bekannt

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

PREGNENOLON

Synonym: keine

Nährstoffgruppe: Steroidhormone

Vorkommen in der Nahrung: Kalbfleisch, Eier

Kurzinfo:
Kann die Gedächtnisleistung steigern
Gilt als Anti Aging Substanz
Kann Symptome der Menopause lindern

Wirkung/physiologische Effekte: Pregnenolon wird aus Cholersterin synthetisiert. Besonders im Gehirn ist die Konzentration sehr hoch und nimmt mit dem Alter zusehends ab. Es dient als Vorläufersubstanz zahlreicher Hormone wie Progesteron, Östrogen und Testosteron und hat dadurch indirekt großen Einfluss auf den altersbedingten körperlichen Abbau.

Pregnenolon kann die Konzentrationsfähigkeit und die Gedächtnisleistung verbessern. Studien zufolge kann es Schutz vor Demenzerkrankungen bieten und Frauen während der Wechseljahre unterstützen. Zudem kann es die Beta-Zellen anregen und regenerieren, was Pregnenolon auch für die Therapie von Diabetes interessant macht.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: DHEA und Melatonin sind wirkungsverstärkend.

Mögliche Mangelsymptome: Konzentrations- und Gedächtnisschwäche, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen

Nebenwirkungen: Sehr selten: Krampfanfälle

 

SAME

Synonym: S-Adenosyl-Methionin, SAM

Nährstoffgruppe: Neurotrope Wirkstoffe

Vorkommen in der Nahrung: nur in Spuren

Kurzinfo:  Kann bei Depressionen helfen
Unterstützt die Leber

Wirkung/physiologische Effekte: SAMe ist die physiologisch aktive Form von L-Methionin und als solche einer der wichtigsten Methylgruppendonatoren im Organismus. Unter anderem spielt es  eine zentrale Rolle bei der Zellentgiftung, der Hormon- und Neurotransmittersynthese und dem Knorpelaufbau.

In Studien zeigte eine Supplementierung mit SAMe bei Depressionen eine deutliche Verbesserung des Beschwerdebilds und des allgemeinen Wohlbefindens. Durch seine schmerzlindernden Eigenschaften wird es therapeutisch begleitend bei Fibromyalgie und entzündlich-degenerativen Knorpelerkrankungen wie Osteochondritis eingesetzt. Außerdem werden ihm leberschützende Eigenschaften zugesprochen, was besonders bei alkoholbedingten Leberschäden eine Rolle spielt.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Niacin in hohen Dosen setzt den SAMe-Spiegel in der Leber herab.

Mögliche Mangelsymptome: Störungen im Vitamin B12- und Folsäurestoffwechsel, reduzierte antioxidative Kapazität, Infektanfälligkeit

Nebenwirkungen: Gelegentlich: Mundtrockenheit, Schlafstörungen, gastrointestinale Beschwerden

 


VITAMIN B1

Synonym: Thiamin, Thiaminmononitrat

Nährstoffgruppe: Vitamine

Vorkommen in der Nahrung: Vollkorngetreide, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Nüsse, Innereien

Kurzinfo: Trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei
Trägt zu einer normalen Funktion des Herzens und der Nerven bei
Trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei

Wirkung/physiologische Effekte: Vitamin B1 wird im Darm aufgenommen und spielt eine wesentliche Rolle im Energiestoffwechsel. Dort ist es als Coenzym bei der Energiegewinnung aus der Nahrung beteiligt, indem es die Einschleusung von Kohlenhydraten in den Citratzyklus ermöglicht. Dadurch wirkt es auch unterstützend auf die normale Herzfunktion.

Im Volksmund wird Vitamin B1 auch als »Stimmungsvitamin« bezeichnet, da es einen positiven Einfluss auf die Psyche hat. Studien zufolge soll es eine schützende Funktion der Zellmembranen gegenüber glukoseinduzierten Schäden einnehmen. Deswegen wird es therapeutisch begleitend bei alkoholinduzierten Polyangiopathien oder bei Spätschäden durch Diabetes mellitus angewendet. Eine kohlenhydratreiche Ernährung in Kombination mit hohem Kaffee/Teekonsum lässt den Bedarf an Vitamin B1 ansteigen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Bildet Synergien mit allen anderen B-Vitaminen. Magnesiummangel kann die Resorption im Darm hemmen.

Mögliche Mangelsymptome: Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Reizbarkeit, allgemeine Energielosigkeit, Fußbrennen

Nebenwirkungen: Sehr selten: Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Tachykardie, Urtikaria

 

VITAMIN B12

Synonym: Methylcobalamin, Cobalamin, Cyanocobalamin, Hydroxycobalamin

Nährstoffgruppe: Vitamine

Vorkommen in der Nahrung: Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte

Kurzinfo: Trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
Trägt zu einer normalen Funktion des Nervens- und Immunsystems bei
Trägt zur normalen psychischen Funktion bei

Wirkung/physiologische Effekte: Vitamin B12 ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von ähnlichen Atomverbindungen mit einem zentralen Kobaltatom (Cobalamine). Es wird im Magen an den Intrinsic-Faktor gebunden und im Dünndarm absorbiert. Als Coenzym fördert es den Abbau von Homocystein zu Methionin. Außerdem ist es am Fettstoffwechsel, an der Synthese von Myelin und an der Blutbildung beteiligt.

Da Vitamin B12 ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt, wird Vegetariern und Veganern eine orale Supplementierung empfohlen. Eine bestehende Gastritis oder Operationen am Magen-Darm-Trakt erhöhen ebenfalls den allgemeinen Bedarf. Studien ergaben einen möglichen Zusammenhang zwischen Vitamin B12-Mangel und Altersdemenz.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Synergien mit anderen B-Vitaminen, Folsäure ist für die Aktivierung von Cobalaminen notwendig.

Mögliche Mangelsymptome: Schwäche, Schwindel, blasse Haut, Neuralgien, Lähmungserscheinungen

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

VITAMIN B2

Synonym: Riboflavin, Lactoflavin

Nährstoffgruppe: Vitamine

Vorkommen in der Nahrung: Milchprodukte, Eier, Fleisch, Mandeln, Sojabohnen

Kurzinfo: Trägt zu einem normalen Energie- und Eisenstoffwechsel bei
Trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
Trägt zum Erhalt der Sehkraft, Haut, Schleimhäute und roten Blutkörperchen bei

Wirkung/physiologische Effekte: Vitamin B2 ist wasserlöslich und als Cofaktor an der Phagozytose und der Atmungskette beteiligt. Es bewirkt die Synthese von Adrenalin und Cholesterin und kann oxidiertes Glutathion reduzieren.

Chronische Atemwegserkrankungen, Darmmykosen und Alkoholabusus erhöhen den Bedarf. Studien ergaben, dass Vitamin B2 eine sinnvolle Präventionsmaßnahme bei Migräneattacken darstellt. Außerdem konnte gezeigt werden, dass es bei Personen mit genetischer Prädisposition für Herz-Kreislauf-Erkrankungen blutdrucksenkend wirkt.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Synergien mit anderen B-Vitaminen, schützt Vitamin E vor Lipidperoxidation.

Mögliche Mangelsymptome: Muskelschwäche, Lichtempfindlichkeit der Augen, gerötete, schuppende Haut, seborrhoische Dermatitis

Nebenwirkungen: Starke Gelbfärbung des Harns

 

 

VITAMIN B3

Synonym: Niacin, Nicotinamid

Nährstoffgruppe: Vitamine

Vorkommen in der Nahrung: Fleisch, Innereien, Fisch, Hefe, unverarbeitetes Getreide, Bohnenkaffee

Kurzinfo: Trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
Trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei
Trägt zum Erhalt von Haut und Schleimhäuten bei
Trägt zur normalen psychischen Funktion bei

Wirkung/physiologische Effekte: Der Begriff Niacin umfasst die beiden Verbindungen Nicotinsäure und Nicotinamid. Es kann durch den Abbau von L-Tryptophan im Körper selbst gebildet werden und ist hauptsächlich in Geweben mit hoher Stoffwechselleistung vorhanden. Es ist Bestandteil der Wasserstoff übertragenden Coenzyme und dadurch am Auf- und Abbau von Proteinen, Kohlenhydraten und Fettsäuren und den damit verbundenen Stoffwechselvorgängen beteiligt.

Therapeutisch wird Niacin bei Hypercholesterinämie eingesetzt, da es den Spiegel an »gutem« HDL-Cholesterin ansteigen lassen kann. Bei bestehenden Leberschäden oder Durchfall erhöht sich der Bedarf. Außerdem wird es therapeutisch begleitend bei Migräne und Spannungskopfschmerzen eingesetzt.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Gemeinsam mit Chrom zeigt Niacin synergistische Effekte auf den Blutzuckerspiegel. Es bildet Synergien mit allen anderen B-Vitaminen.

Mögliche Mangelsymptome: Infektanfälligkeit, Entzündungen der Schleimhäute, rissige Haut, Erschöpfung, Schlafstörungen

Nebenwirkungen: Bei sehr hohen Dosierungen: Hautrötung, Hitzegefühl, Juckreiz

 

 

VITAMIN B6

Synonym: Pyridoxin, Pyridoxinchlorid

Nährstoffgruppe: Vitamine

Vorkommen in der Nahrung: Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Kartoffeln

Kurzinfo: Trägt zu einem normalen Immunsystem bei
Trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei
Trägt zu einem normalen Energie-, Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel bei
Trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
Trägt zu einem normalen Homocysteinstoffwechsel bei

Wirkung/physiologische Effekte: Als Vitamin B6 wird eine Gruppe von Pyridinderivaten bezeichnet. Dazu zählen Pyridoxin, Pyridoxal und Pyridoxamin, die im Stoffwechsel ineinander übergeführt werden können. In der Leber entsteht Pyridoxal-5-Phospat, die aktivierte Form von Vitamin B6. Als solches spielt es eine zentrale Rolle bei der Neurotransmittersynthese, bei der Porphyrinbildung (z. B. Hämoglobin) und bei der Mobilisierung von Glykogen.

Vitamin B6 kann bei starken Regelblutungen und PMS lindernd wirken und die Stimmung stabilisieren. Studien zufolge senkt die Einnahme der Anti-Baby-Pille den Vitamin-B6-Spiegel massiv, was langfristig ein Risiko für metabolische Störungen darstellt. Außerdem kann durch gezielte Supplementierung der Homocysteinspiegel reguliert werden, der mit dem Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln, korreliert.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Synergiebildung mit allen anderen B-Vitaminen und Coenzym Q10. Magnesium, Eisen und Zink unterstützen die Wirksamkeit von Vitamin B6.

Mögliche Mangelsymptome: Reizbarkeit, Depression, Hyperhomocysteinämie, Sensibilitätsstörungen, Muskelschwäche

Nebenwirkungen: keine bekannt

 


VITAMIN B9

Synonym: Folsäure, Folat

Nährstoffgruppe: Vitamine

Vorkommen in der Nahrung: Hefe, Weizenkeime, dunkelgrünes Blattgemüse (Grünkohl, Spinat), Geflügel- und Kalbsleber

Kurzinfo: Trägt zum Wachstum des mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft bei
Trägt zu einer normalen Blutbildung bei
Trägt zu einem normalen Homocysteinstoffwechsel bei
Trägt zu einer normalen Aminosäurensynthese bei
Trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
Trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei

Wirkung/physiologische Effekte: Folsäure spielt vor allem bei der DNA- und RNA-Synthese eine wichtige Rolle und ist somit für alle Wachstums- und Zellteilungsvorgänge unerlässlich. Außerdem ist sie für die Methylierung von Homocystein zu Methionin verantwortlich und damit für die Regulation des Homocysteinspiegels. Während der embryonalen Entwicklung wird sie für die Ausbildung des fetalen Nervensystems benötigt.

Eine orale Supplementierung mit Folsäure wird besonders bei Kinderwunsch und während der Schwangerschaft empfohlen, da der Bedarf doppelt so hoch ist. Auch Personen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind häufig von einem Mangel betroffen und somit einem erhöhten Risiko für kolorektale Karzinome ausgesetzt. Studien zufolge kann Folsäure das Auftreten von Darmadenomen signifikant senken.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Vitamin C unterstützt die Aktivierung von Folsäure. Zink verbessert die Resorption. Folsäure bildet Synergien mit allen anderen B-Vitaminen.

Mögliche Mangelsymptome: Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Anämie

Nebenwirkungen: Bei hohen Dosierungen: Juckreiz, gastrointestinale Störungen

 

 

VITAMIN C

Synonym: Ascorbinsäure

Nährstoffgruppe: Vitamine, Antioxidantien

Vorkommen in der Nahrung: Acerolakirsche, Paprika, Brokkoli, Kiwi, Zitrusfrüchte

Kurzinfo: Trägt zu einer normalen Kollagenbildung bei
Trägt zum Erhalt von Zähnen und Zahnfleisch bei
Trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
Trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
Schützt Zellen vor oxidativem Stress
Trägt zu einer normalen Knochen- und Knorpelfunktion bei

Wirkung/physiologische Effekte: Das wasserlösliche Antioxidans Vitamin C ist in der Lage, Zellen und andere Vitamine (z. B. Vitamin E, Folsäure) vor oxidativen Schädigungen zu schützen.  Außerdem ist es als Cofaktor an der Kollagensynthese beteiligt. Dadurch ist es zum einen unerlässlich für die Wundheilung, zum anderen trägt es zur Erhaltung des Zahnhalteapparates bei.

Vitamin C hat sich vor allem bei der Erkältungsabwehr einen Namen gemacht. Darüber hinaus scheint es durch seine antioxidative Wirkung einen positiven Effekt auf die LDL- und Triglyceridwerte zu haben und ist somit für Patienten mit Arteriosklerose eine sinnvolle Ergänzung. Bei Diabetes ist der Bedarf an Vitamin C erhöht. Eine orale Substitution wird zur Senkung der Komplikationswahrscheinlichkeit empfohlen. Studien ergaben einen Zusammenhang zwischen Vitamin-C-Mangel und einem erhöhten Risiko für bestimmte Tumorarten.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Bioflavonoide erhöhen die Bioverfügbarkeit. Vitamin C verbessert die Eisenresorption und kann die B12-Aufnahme vermindern.

Mögliche Mangelsymptome: Erhöhte Infektanfälligkeit, Zahnfleischentzündungen und -blutungen, Leistungsschwäche, Anämie

Nebenwirkungen: Bei sehr hoher Dosierung: Blähungen, Durchfall

 

CHROMPICOLINAT

Synonym: Chrom, Chrom(III)-Chlorid

Nährstoffgruppe: Mineralstoffe, Spurenelemente

Vorkommen in der Nahrung: Kalbsleber, Bierhefe, Weizenkeime

Kurzinfo: Trägt zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen bei
Trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei

Wirkung/physiologische Effekte: Chrom ist ein Spurenelement, das eine wichtige Rolle bei der Steuerung der Glukosetoleranz spielt. Es kann die Insulinwirkung verstärken, indem es seine Bindung an die spezifischen Rezeptoren an der Zellmembran ermöglicht. Zusätzlich scheint es die Cholesterinkonzentration in den Zellmembranen zu beeinflussen, was sich positiv auf die Blutfettwerte auswirkt.

Diabetiker haben einen erhöhten Bedarf, da sie vermehrt Chrom ausscheiden. Eine orale Substitution wird präventiv und therapeutisch begleitend bei Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt. Bei älteren Menschen und im Leistungssport kann Chrom die natürliche Leistungsfähigkeit unterstützen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Calcium, Eisen und Zink beeinträchtigen die Chromresorption.

Mögliche Mangelsymptome: Verschlechterung der Glukosetoleranz, Erhöhung des Gesamtcholesterins

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

KREATIN

Synonym: Creatin

Nährstoffgruppe: Hormone

Vorkommen in der Nahrung: Fleisch, Fisch

Kurzinfo: Trägt zur Steigerung der Muskelmasse, -kraft und -leistung bei

Wirkung/physiologische Effekte: Kreatin wird im Körper aus den Aminosäuren Glycin, Arginin und Methionin gebildet und hauptsächlich in der Skelettmuskulatur gespeichert. Es spielt eine wesentliche Rolle bei der ATP-Bildung und ist somit für die Energiegewinnung der Zellen im Zentralnervensystem und der Skelett- und Herzmuskulatur verantwortlich. Zudem regelt es den aktiven Ionentransport und unterstützt die Erregungsweiterleitung von Nerven- und Muskelzellen.

Besonders im Sport wird Kreatin als natürlicher Leistungssteigerer verwendet. Muskuläre Regenerationsphasen werden verkürzt und das Muskelwachstum stimuliert. Es wird therapeutisch in der Rehabilitation eingesetzt, um den Wiederaufbau der Muskeln nach langer Immobilität zu fördern. Studien zufolge kann Kreatin auch die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern und wird als mögliche Behandlungsstrategie bei neurodegenerativen Erkrankungen und Morbus Parkinson diskutiert.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Koffein hemmt die ergogenen Effekte.

Mögliche Mangelsymptome: Müdigkeit, verminderte Regenerationsfähigkeit, Muskelschwäche

Nebenwirkungen: Bei langfristiger Einnahme: Wassereinlagerungen, muskuläre Krampfanfälligkeit, erhöhte Nierenbelastung

 

D-RIBOSE

Synonym: Ribose

Nährstoffgruppe: Kohlenhydrate

Vorkommen in der Nahrung: in allen tierischen und pflanzlichen Zellen

Kurzinfo: Unterstützt die allgemeine Leistungsfähigkeit
Kann die Muskelkraft steigern

Wirkung/physiologische Effekte: Bei Ribose handelt es sich um einen Einfachzucker mit fünf Kohlenstoffatomen, der vor allem bei der DNA- und RNA-Synthese im Zellkern wesentlich ist. Durch die Bildung von ATP, ADP und AMP liefert sie der Zelle wertvolle Bausteine für die Energiegewinnung auch unter hypoxischen Bedingungen.

Besonders Leistungssportler profitieren von einer oralen Supplementierung. Sie kann die Regenerationszeit der Muskeln herabsetzen, Erschöpfung reduzieren und Kraft und Ausdauer stärken. Studien zufolge hat Ribose positive Effekte nach durchlittenen Herzinfarkten oder bei Durchblutungsstörungen. Auch bei Fibromyalgie konnte eine Besserung der Symptome durch orale Ribosegaben nachgewiesen werden.  

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Ribose bildet Synergien mit Kreatin.

Mögliche Mangelsymptome: Erschöpfung, Muskelschmerzen

Nebenwirkungen: Bei Überdosierung: weicher Stuhl
Bei Diabetes: Gefahr der Hypoglykämie

 

 

ASHWAGANDA

Synonym: Schlafbeere, Winterkirsche

Nährstoffgruppe: pflanzliche Extrakte

Vorkommen in der Nahrung: –

Kurzinfo: Kann das Immunsystem stärken
Hat einen positiven Effekt auf die Schilddrüsenfunktion
Kann die Nebenniere unterstützen

Wirkung/physiologische Effekte: Ashwaganda ist eine Heilpflanze, die ihren Ursprung in der ayurvedischen Medizin hat. Dort wird sie als universelles Heilmittel geschätzt, das den Körper stärkt und Langlebigkeit fördert, und ist Bestandteil von mehr als 200 Rezepturen traditioneller Medizin wie Ayurveda, Siddha und Unani.

Im Tierversuch konnte belegt werden, dass Ashwaganda ausgleichend auf die Schilddrüsenhormone wirkt und Symptome bei Hashimoto oder Morbus Basedow verringern kann. In weiteren Studien konnte ein positiver Effekt auf die Nebenniere nachgewiesen werden, ebenso wie eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung. Außerdem erwies es sich als wirksam gegen die meisten getesteten phytopathogenen Pilze und Bakterien. Ashwaganda kann zur Parasitenbehandlung eingesetzt werden kann allgemein das Immunsystem stärken.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: keine

Mögliche Mangelsymptome: keine

Nebenwirkungen: Bei Überdosierung: Bauchschmerzen

 

 

GLYCIN

Synonym: keine

Nährstoffgruppe: proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Fisch, Fleisch, Sojabohnen, Linsen, Haferflocken, Erdnüsse

Kurzinfo: Kann die Schlafqualität verbessern
Unterstützt das Bindegewebe

Wirkung/physiologische Effekte: Glycin ist die einfachste, nicht essenzielle Aminosäure und hat zahlreiche metabolische Funktionen. Sie ist Bestandteil des Kollagens und somit wichtig für Knochen, Zähne, Haut und Sehnen. Im zentralen Nervensystem wirkt sie als inhibitorischer Neurotransmitter und hat dadurch eine beruhigende Wirkung. Außerdem ist sie ein wesentlicher Bestandteil der Hämoglobinsynthese und als Bestandteil von Glutathion an antioxidativen Redoxsystemen beteiligt.

In Studien konnte eine schützende Wirkung von Glycin auf Leber, Niere und Lunge gezeigt werden. Zudem werden ihm entzündungshemmende, immunmodulierende und zytoprotektive Eigenschaften zugeschrieben. Im Tierversuch konnte Glycin erfolgreich zur Entgiftung eingesetzt werden und scheint zusätzlich einen positiven Effekt auf die Regeneration des Lebergewebes bei Alkoholabusus zu haben.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: keine

Mögliche Mangelsymptome: Abbau des Bindegewebes, Schlafstörungen

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

INOSITOL

Synonym: Vitamin B8 (veraltet)

Nährstoffgruppe: Vitaminoide

Vorkommen in der Nahrung: Nüsse, Bohnen, Weizen, Orangen

Kurzinfo: Kann die kognitiven Fähigkeiten verbessern

Wirkung/physiologische Effekte: Inositol ist eine Alkoholverbindung, die im gesamten Körper vorkommt. Die Konzentration ist im Gehirn, in den Muskeln und im Herzen am höchsten. Es wird aus Glukose synthetisiert und ist an der Signalweiterleitung der Zellen beteiligt. Außerdem dient es als Baustein von Biomembranen.

Es wird davon ausgegangen, dass eine orale Supplementierung mit Inositol die kognitiven Fähigkeiten verbessern und einen positiven Effekt auf Angstzustände und Depressionen haben kann.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: keine

Mögliche Mangelsymptome: keine

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

KUPFER

Synonym: Kupfercitrat, Kupferoxid

Nährstoffgruppe: Mineralstoffe, Spurenelemente

Vorkommen in der Nahrung: Leber, Niere, Krustentiere, Nüsse, Kakao, Hülsenfrüchte

Kurzinfo: Trägt zum Erhalt des Bindegewebes bei
Trägt zur normalen Haar- und Hautpigmentierung bei
Trägt zu einem normalen Eisentransport bei
Trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei

Wirkung/physiologische Effekte: Kupfer ist ein Spurenelement und ein wichtiger Cofaktor bei der Umwandlung von Speichereisen in Transporteisen. Es unterstützt die Quervernetzung von Kollagen und Elastan und sorgt somit für ein kräftiges Bindegewebe. Der Tyrosinase dient es ebenfalls als Cofaktor und hilft bei der Pigmentierung von Haut und Haaren. Im Energiestoffwechsel ist es Bestandteil der mitochondralen Atmungskette.

Da Kupfer auch bei der Knorpelmineralisierung und beim Trabekelaufbau der Knochen eine Rolle spielt, wird es therapeutisch begleitend bei Osteoarthritis eingesetzt. Eine Mangelversorgung kann außerdem zu einer verminderten Blutbildung führen und somit langfristig zur Anämie. Studien ergaben einen möglichen Zusammenhang zwischen Kupfermangel und der Entstehung von Aneurysmen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Eisen, Zink und Calcium können die Kupferresorption vermindern.

Mögliche Mangelsymptome: Störungen der Haut- und Haarpigmentierung, erhöhte Infektanfälligkeit, Anämie

Nebenwirkungen: Bei langfristig hoher Dosierung: gastrointestinale Störungen (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall)

 

 

MANGAN

Synonym: Mangangluconat

Nährstoffgruppe: Mineralstoffe, Spurenelemente

Vorkommen in der Nahrung: Vollkorn, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Wurzeln, Knollen

Kurzinfo: Trägt zu einem normalen Stoffwechsel bei
Trägt zu einer normalen Bindegewebsbildung bei
Trägt zum Erhalt der Knochen bei
Trägt dazu bei, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen

Wirkung/physiologische Effekte: Mangan wirkt als Cofaktor bei der Blutgerinnung, beim Abbau von Ammoniak und Histamin und im Cholesterinmetabolismus. Es spielt eine Rolle bei der Regulation der Neurotransmitteraktivität im Nervensystem und unterstützt den Aufbau und Erhalt von Knorpelgewebe. Zusätzlich hat es Einfluss auf die Steroidhormonsynthese und den Blutglukosespiegel.

Mangan wird vorbeugend und therapeutisch bei Gelenksbeschwerden, Osteoporose und anderen degenerativen/entzündlichen Knorpelerkrankungen eingesetzt. Als antioxidative Komponente der Superoxiddismutase kann es entzündungshemmend wirken.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Eisen, Magnesium, Calcium und Zink können die Manganresorption vermindern.

Mögliche Mangelsymptome: Gerinnungsstörungen, Wachstumsstörungen, Knorpeldeformation, Hypercholesterinämie

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

MSM

Synonym: Dimethylsulfon, Methylsulfonylmethan, Sulfonylbismethan

Nährstoffgruppe: Gelenk- und Gewebswirkstoffe

Vorkommen in der Nahrung: Milch, Fleisch, Fisch

Kurzinfo: Kann chronische Schmerzen lindern
Kann die Knorpelbildung unterstützen

Wirkung/physiologische Effekte: MSM ist ein wichtiger Schwefellieferant und stellt den Ausgangsstoff zahlreicher orthomolekularer Verbindungen dar. Als wichtige Komponente im Schwefelstoffwechsel spielt es vor allem bei der Proteinstabilisierung und bei antioxidativen Schutzreaktionen eine Rolle.

MSM wird therapeutisch begleitend bei Arthrose, Osteoarthritis und rheumatoider Arthritis eingesetzt. Darüber hinaus macht man sich seine schmerzlindernde Wirkung bei allen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises zunutze. MSM kann die Regeneration von Knorpelschäden und übertrainierter Muskelpartien begünstigen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: In Kombination mit Glukosamin und Chondroitin kann die entzündungshemmende Wirkung verstärkt werden.

Mögliche Mangelsymptome: keine bekannt

Nebenwirkungen: keine bekannt

 

 

PINIENRINDENEXTRAKT

Synonym: Pycnogenol, OPC

Nährstoffgruppe: pflanzliche Wirkstoffe

Vorkommen in der Nahrung: –

Kurzinfo: Hat antioxidative Eigenschaften
Kann Schmerzen lindern
Hat positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System und die Durchblutung

Wirkung/physiologische Effekte: Pinienrindenextrakt besteht aus zahlreichen Proanthocyanidinen, Bioflavonoiden und organischen Säuren und spielt vor allem bei antioxidativen Prozessen eine wesentliche Rolle. Durch seine antithrombotischen und gefäßerweiternden Eigenschaften kann es die Mikrozirkulation verbessern und zu hohen Blutdruck regulieren. Zusätzlich kann das Immunsystem stimuliert und die Histaminausschüttung verringert werden.

Pinienrindenextrakt wird therapeutisch bei Venenstörungen, zur Thromboseprophylaxe und bei Hämorrhoiden eingesetzt. Frauen mit schmerzhaften Regelblutungen und Endometriose können von der schmerzlindernden Wirkung ebenso profitieren wie Arthrosepatienten. Auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose, Hypertonie und bei erhöhten LDL-Werten kann Pinienrindenextrakt durch seine antioxidativen Eigenschaften präventiv und therapeutisch eingesetzt werden. Durch die durchblutungsfördernden Eigenschaften kann Tinnitus gelindert werden.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Kann mit Glucosamin kombiniert werden.

Mögliche Mangelsymptome: keine

Nebenwirkungen: Selten: gastrointestinale Beschwerden, Kopfschmerzen, Hautreizungen

 

 

TAURIN

Synonym: –

Nährstoffgruppe: nicht proteinogene Aminosäuren

Vorkommen in der Nahrung: Fisch, Fleisch

Kurzinfo: Kann das Risiko für Gallensteine senken
Kann die Ausdauerleistung verbessern
Unterstützt bei Diabetes und/oder Nierenerkrankungen

Wirkung/physiologische Effekte: Taurin ist ein schwefelhaltiges Aminosäurenderivat, das im Körper synthetisiert werden kann. Im Fettstoffwechsel ist es für die Bildung von Gallensäurekonjugaten verantwortlich, während es im Herz-Kreislauf-System den Calciumeinstrom in die Zellen regelt und Arrhythmien durch Stabilisierung des Membranpotenzials vorbeugt. Es unterbindet die Apoptose von Immunzellen und hat entzündungshemmende Eigenschaften.

Taurin kann das Risiko für Gallensteine senken und wird als Schutzfaktor bei degenerativen Augenerkrankungen empfohlen. Diabetiker profitieren von oraler Supplementierung durch ein vermindertes Risiko, an diabetesinduzierten Spätschäden wie Neuropathien zu erkranken. Im Ausdauersport kann Taurin die Leistung verbessern und das Schlagvolumen des Herzens steigern. Kombiniert mit Glutamin kann das Immunsystem gestärkt und die Infektanfälligkeit gesenkt werden. Da Taurin nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt, wird Vegetariern und Veganern eine orale Substitution empfohlen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Verbessert den Eisen-Plasmaspiegel.

Mögliche Mangelsymptome: Immunschwäche, Beeinträchtigung des Leberstoffwechsels, retinale Degeneration

Nebenwirkungen: Selten: Schläfrigkeit, gastrointestinale Störungen

 

 

ZINKOROTAT-DIHYDRAT

Synonym: Zink

Nährstoffgruppe: Mineralstoffe, Spurenelemente

Vorkommen in der Nahrung: Fleisch, Innereien, Austern, Fisch, Eier, Milchprodukte

Kurzinfo: Trägt zu einem normalen Säure-Basen-Stoffwechsel bei
Trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei
Trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit, und einer Reproduktion bei
Trägt zu einem normalen Fettsäure-, Kohlenhydrat- und Vitamin A-Stoffwechsel bei
Trägt zum Erhalt normaler Knochen sowie normaler Sehkraft bei
Trägt zum Erhalt einer normalen Funktion des Immunsystems bei
Trägt zu einer normalen Eiweiß- und DNA-Synthese bei
Trägt zum Erhalt normaler Haare, Haut und Nägel bei

Wirkung/physiologische Effekte: Zinkorotat-Dihydrat ist eine organische Zinkverbindung mit hoher Bioverfügbarkeit. Im Immunsystem regt es die Differenzierung und Aktivierung der T-Zellen an und bildet eine natürliche Keimbarriere an den Schleimhäuten, indem es die Zellmembranen stabilisiert. Es regelt die Verhornung der Haut, fördert die Kollagensynthese und Wundheilung. Außerdem dient es als Cofaktor beim Hormonstoffwechsel, bei der Dopaminsynthese, der Spermatogenese und der Superoxiddismutase.

Besonders ältere Menschen profitieren von den positiven Einflüssen von Zink auf das Immunsystem. Da es außerdem die Histaminausschüttung hemmt, kommt es auch bei Allergien zum Einsatz. Es trägt zur Hautgesundheit bei, fördert Haar-, Haut- und Nagelwachstum und kann bei entzündlicher Akne helfen. Der Bedarf ist in der Schwangerschaft erhöht, da Zink das fetale Wachstum fördert. Da es überwiegend in tierischen Lebensmitteln vorkommt, wird Vegetariern und Veganern eine orale Supplementierung empfohlen.

Interaktion mit anderen Nährstoffen: Bildet Komplexe mit L-Cystein. L-Histidin verbessert die Aufnahme, während Magnesium, Eisen, Mangan, Kupfer und Selen sie vermindern können.

Mögliche Mangelsymptome: Haarausfall, brüchige, weißfleckige Nägel, Konzentrationsstörungen, Infektanfälligkeit

Nebenwirkungen: Selten: Übelkeit
Bei Überdosierung: metallischer Geschmack, Kopfschmerzen


DL-ALANIN

siehe L-Alanin

 

FP HPU/KPU

HPU/KPU sind Zink und Vitamin B6 Mangelsyndrome und keine Nährstoffe. Was FP bedeutet konnte ich leider nicht herausfinden.

 

ZELLWASSER

 

DL-PHENYLALANIN

siehe L-Phenylalanin